Mittwoch, 27. April 2011

Fasane sind manchmal wirklich dumm

14.3. - 20.3.2011

Die Woche verläuft wieder recht langweilig. Wir arbeiten und sonst passiert nichts spannendes. Am Samstag machen wir dann nochmal einen Ausflug. Aber zuerst müssen wir die Wanderkarte suchen, die wir uns von unserem Mitbewohner ausleihen wollen. Wir finden sie aber nicht. MIST! Mh, fahren wir einfach mal los. Unterwegs fällt Nadine ein, dass ihre Arbeitskollegin Fiona mal erwähnte, eine Wanderkarte von unserem Zielgebiet zu haben. Wir wollen heute zum Glen Clova fahren. Also Fiona angerufen und erstmal nach Dundee gefahren. Eine halbe Stunde später sind wir dann bei ihr. Sie wohnt in einer wirklich tollen Wohnung, die geht über eineinhalb Etagen und man kann direkt auf den River Tay schauen. Nach der Wohnungsbesichtigung gibt's erstmal ne Runde Tee und wir erzählen viel. Beim Teetrinken verschluckt sich Nadine total. Nachdem sie sich erholt hat, packen wir die Karte ein und fahren weiter.

Nachdem wir die Autobahn verlassen haben, wird die Fahrt etwas abenteuerlicher. Die Strasse ist eng und kurvig. Und da sehen wir sie zum ersten Mal: die blöden Fasane. Leider sehen wir neben den lebendigen Exemplaren auch weniger lebendige, sprich plattgefahrene. Nach einer Weile erkennen wir auch den Grund dafür. Steht so ein Fasan mal auf der Strasse, dauert es eine Weile bis er sich von dieser wieder runter bewegt. Die Strassenverkehrsordnung kennen die wohl nicht so gut. Oder ihr Gehirn arbeitet einfach nur meeeeeeega langsam. Es scheint so, als würden sie eine endlose Disskusion mit sich selbst führen:

Weggehen? Mh ich weiß nich, was spricht dafür? Oder doch lieber stehen bleiben? Die gucken so komisch. Mh ich versuch ma einen Schritt. Ah nee, is doch nich so gut. Vielleicht wieder zwei zurück? Hallo, das is ja wohl kein Grund so rumzuhupen. Ich geh noch ma ein paar Schritte vor. Das Hupen macht einen ja ganz taub. Vielleicht geh ich doch von der Strasse runter, aber in die andere Richtung.

Das ganze dauert gefühlt 30 Minuten, in der Realität waren es wahrscheinlich zwei. Nach ein paar Unterbrechungen kommen wir dann endlich am Glen Clova an. Wir suchen den Wanderweg und starten unsere Tour auf etwa 200 Höhenmetern. Der Weg nach oben ist anstrengend. Vorallem, weil nach ein paar Metern noch recht viel Schnee liegt und das macht es nicht wirklich einfacher. Die oberste Schicht ist eigentlich gefroren, darunter ist Schnee. Jedoch gibt es ein paar Stellen, an denen die oberste Schicht angefangen hat zu tauen. Und wenn man genau da drauf tritt, dann ... gewinnt man nicht im Lotto sondern sinkt ein. Teilweise knietief. Und wenn Barthel knietief einsinkt, dann steckt Nadine bis zur Hüfte im Schnee. So wandern wir bis zum Loch Brandy hoch und holen endlich das ältere Pärchen ein, das eine ganze Weile in nicht zu großem Abstand vor uns gelaufen ist.

Mittlerweile sind wir auf etwa 600 Höhenmetern. Das Loch ist noch mit Eis bedeckt. Links von uns befinden sich zwei Berge, die könnten wir hochlaufen. Da sie allerdings mit Schnee bedeckt sind und wir nicht die richtige Ausrüstung dabei haben und auch noch zu spät losgelaufen sind, laufen wir stattdessen querfeldein. Wir sinken trotzdem regelmäßig ein. Aber dafür sehen wir einen Schneehasen. Auf dem Rückweg gibt's dann, wen wunderts, natürlich Schafe zu sehen. Wieder unten im Tal angekommen, trinken wir im Glen Clova Hotel einen Tee. Das Hotel ist sehr nett und hat außerdem die coolste, urigste Bar, die wir bis jetzt in Schottland gesehen haben. Wir beschliessen auf jeden Fall nochmal zurück zu kommen und in der Kneipe ein "Bier" zu trinken.

Wieder auf der Strasse sehen wir erneut Fasane, die immer noch nicht schlauer geworden sind. Außerdem komische kleine Hühnertiere und Kaninchen. Die sitzen allerdings neben der Strasse. Wir fahren weiter nach Aberlemno um einen piktischen Skulpturenstein anzuschauen. Die Pikten waren von den Römern so bezeichnete Stämme in Schottland. Sie verschwanden etwa 840 n. Chr. Die Skulpturensteine sind Überbleibsel ihrer Kultur, mit Schriftzeichen und Ornamenten verziert. Als wir dort ankommen, sind wir zuerst etwas iriitiert, weil wir den Stein nicht sofort sehen können. Dann fällt Nadine ein, dass sie im lonely planet irgenwas von Schutz in den Wintermonaten gelesen hat. Wir lesen nochmal nach und tatsächlich sind ist der Stein von November bis März verdeckt. Der große braune Holzklotz, den wir sehen, verdeckt also den Stein. Na supaaa!

Fahren wir also nach Hause. Am Abend bekommen wir Besuch von Bronwyn, einer Couchsurferin aus den USA. Wir haben ein leckeres gemeinsames Abendessen im "The Rule". Außerdem wird ein Rugby Spiel gezeigt, da grade der Six Nations Cup stattfindet. Nadine findet, dass Rugby ein ganz schön brutaler Sport ist.

Am Sonntag verabschieden wir Bronwyn, faulpelzen und warten auf den Muskelkater. Der kommt aber nicht. Umso besser!

Dienstag, 5. April 2011

The Big Fish

7.3. - 13.3.2011

Diese Woche ist eine wirklich ruhige Woche. Wir arbeiten. Und essen. Und schlafen. Zwischendurch auch mal duschen. Am Donnerstag sind wir bei Marion, einer Kollegin von Nadine, eingeladen. Wir machen Pizza. Und die ist wirklich verdammt lecker. Neben uns sind noch 4 weitere Geo-Leute da. Nachdem wir uns mit Pizza und Nachtisch vollgestopft haben, schauen wir uns eine DVD an. Der Film heißt "The Big Fish" und ist recht gut. Nach dem Film fahren wir die Geo-Leute noch nach Hause. Außer Marion natürlich, die is ja schon zu Hause. Freitag abend sind wir mit den Chemikern mal wieder Burger essen. Danach spielen wir noch eine Runde Dart. Am Wochenende machen wir nichts, außer Lernen und Korrigieren.

Laaaangweilig, wissen wir. Aber die nächste Woche wird bestimmt besser....

Sonntag, 3. April 2011

The Isle of Skye

28.2. - 6.3.2011

Diese Woche machen wir wieder einen Ausflug. Aber der Reihe nach. Montag und Dienstag verlaufen ohne besondere Vorkommnisse. Am Mittwoch sind wir abends mit ein paar Chemikern in Dundee im Kino. Wir schauen "The King's Speach". Sehr guter Film! Am Donnerstag machen wir Großeinkauf und packen dann für den Besuch auf Skye.

Am Freitag morgen geht's um sechs Uhr los. Wir holen Lorenz ab, der uns begleitet (auch ein Chemiker aus Aachen). Lorenz wird zum Navigator erklärt. Allerdings stellt sich heraus, dass er leidenschaftlich gerne schläft. Also wird er Navigator-Krieger. Nadine bleibt Krieger, wird jedoch auch zum Smootje ernannt. Barthel fährt wie immer. Am Loch Oick machen wir eine erste Pause. Wir haben total gutes Wetter und wollen ein Foto vom Loch machen, weil es wirklich richtig idyllisch aussieht. Aber die Kamera sagt: mh nöööö. Die Batterie ist leer. Neeeeeein. Nach einer Tour durch kleine Örtchen ohne Geschäfte, aber wirklich schöner Landschaft, machen wir einen Stop in Kyle. Dort schlürfen wir Kaffee/Kakao und können auch endlich Batterien kaufen. Außerdem schauen wir uns noch einen Aussichtspunkt an. Dabei stellen wir fest, dass sich Nadine ganz hervorragend als Kompass eignet. Sie will grundsätzlich immer in die falsche Richtung laufen. Zwischen den Stops schlafen die beiden Krieger und verpassen laut Barthels Aussage eine wirklich tolle Landschaft.

Dann kommen wir in unerem Hostel an (Bayfield Backpackers). Es ist wirklich cool. Nach einem kleinen Snack machen wir uns auf den Weg zum "Old Man of Storr" um eine kleine Wanderung zu machen. Die Wanderung ist richtig gut, teilweise nur etwas steil und unbequem zu laufen. Nachdem die beiden Herren die ganze Zeit meinten, ne mach auf dem Rückweg ein Foto, ist die Lage auf diesem dann ganz schön aussichtslos (zuviel Nebel, höhö). Zurück im Hostel machen wir ein kleines Nickerchen und dann beginnt die Jagd nach dem Abendessen. Das ist allerings nur mäßig und im Pub, den wir nach dem Essen besuchen, schläft Nadine einfach ein.

Am nächsten Tag macht Barthel wieder englisches Frühstück. Lorenz findet es allerdings nur mäßig und Nadine mampft Kornflakes. Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Elgoy in die Cuillins um wieder zu Wandern. Wie wir später feststellen werden, verpassen wir unseren Parkplatz. Wir parken stattdessen am Ende der Strasse, dirket am Meer. Auf dem Weg dorthin kämpfen wir mit 25% Steigung und geraten in die schottische Rush Hour (= jede Menge Schafe, die mitten auf der Strasse stehen). Übrigens: wenn ein Schild "Achtung Schaf" kommt, dann steht meistens auch mindestens eins auf oder neben dieser. Wir suchen den Wanderweg und starten die Wanderung. Der Weg läuft entlang der Küste und ist ziemlich abenteuerlich. Teilweise ist es mehr ein Trampelpfad als ein Weg. Nach einer Weile sehen wir große weißliche Steine. Ah ne Moment, die bewegen sich. Sind ja auch Schafe, määäääääääh. Dann ereignet sich folgende Unterhaltung:

L: Iiiiiih, ist das matschig und überall liegt Schafskacka.  (Lorenz trägt Turnschuhe)
B: Weicher Boden ist gut für die Gelenke.
L: Dann hat es ja doch was Gutes in Scheiße zu treten. (Lautes Gelächter)

Als wir dann nach einer Weile runter ans Meer kommen, zieht Lorenz seine Schuhe aus und versucht seine Füsse ins Wasser zu stecken. Die Steine erschweren ihm jedoch den Weg, da man auf ihnen nicht gut laufen kann. 5 km vor dem Meer kapituliert er dann. Während der gesamten Wanderung haben wir unglaublich gutes Wetter (nur Sonne, voll selten für diese Jahreszeit auf Skye). Endlich kommen wir zurück auf die Strasse. Kurze Erleichertung, jedoch liegt noch etwa eine Stunde Fussmarsch vor uns. Unterwegs: ach guck ma, hier wär der Parkplatz gewesen (ein ganz kleiner, direkt neben dem Friedhof). Am Auto angekommen trinken wir erstmal was warmes im kleinen Café, welches wir dort finden. Während der Rückfahrt beschliessen wir erst Abendessen zu jagen und dann zurück in Hostel zu gehen. Wir essen in einem Hotel und bekommen richtig gutes Essen. Barthel freut sich nen Kecks, tut er auch jetzt noch.

Die Jungs kaufen sich noch schnell ein paar Flaschen Ale und wir sind wieder im Hostel. Dort treffen wir eine Gruppe Jungs bestehend aus zwei Schotten, einem Spanier, einem Iren und einem Polen. Wir spielen "21" und derjenige, der den meisten Unsinn macht bzw. erzählt muss die Augenklappe tragen. In der Nacht wird Lorenz in Snorenz umbenannt, da er aufgrund seiner Erkältung unglaublich laut schnarcht. Wir müssen ihn etwa alle halbe Stunde wecken und können fast nicht schlafen.

Am nächsten Tag sind wir dementsprechend unausgeschlafen.  Wir frühstücken zusammen mit der Gruppe vom Vorabend und machen uns dann auf zum Dunvegan Castle. Auf dem Weg dorthin machen wir jedoch einen kleinen Stop in einem Hotel und trinken Kaffee/Kakao. Das Castle ist geschlossen, plöööd. Also fahren wir weiter zu den Coral Beaches. Dunkle Steine, weißer Sand und unglaublich starker Wind. Wir klettern auf einen Hügel und werden beinahe weggepustet. Dann fahren wir weiter zum Neist Point Lighthouse (ein Leuchtturm). Hier gibt's noch mehr Wind, Möven und noch mehr Wind. Auf dem Rückweg wird Nadine zeitweise zum Fahrer befördert. Am Abend halten wir in Pitlochry um zu Abend zu essen. Es ist auch bei Dunkelheit ein wirklich schöner Ort, den wir auf jeden Fall bei Tageslicht nochmal einen Besuch abstatten werden.

Notiz:
Da das mit dem Scanner finden nicht so läuft wie gedacht, gibt's wahrscheinlich keine Fotos mehr hier. Wer welche sehen will, muss uns einfach besuchen kommen...

Der Prinz kütt

21.2. - 27.2.2011

Die Woche verläuft unspektakulär. Zumindest die ersten vier Tage. Aber man merkt schon, dass Freitag ein großes Ereignis stattfindet. Gullideckel werden zugeschweist, Tore gestrichen, Blumen gepflanzt, Aufsteller positioniert und natürlich die Liste erstellt.

Am Montag sind wir mit den Geo Leuten essen, um Tammy zu verabschieden. Sie wird eine Weile nicht da sein um Proben für ihre Arbeit zu sammeln. Dienstag geht Barthel schwimmen, diesmal ohne Häufchen... Mittwoch ist Nadine mit ihren Geo Leuten im Café North Point um einen wahnsinnig guten Kakao zu schlürfen.

Und spätestens an diesem Tag merkt man, dass sie kommen. Im Schaufenster des North Point steht ein unübersehbarer Aufsteller. Hier haben sie sich getroffen, als alles anfing. Sagt man. Die Liste ist nu fertig. Es ist von Scharfschützen die Rede.

Am Donnerstag sind wir in einer Chemie Vorlesung. Thema: Sprengstoffe. Genau richtig vor dem großen Tag (hihi). Die Vorlesung ist allerdings wirklich gut und daher auch total überfüllt. Vorne in den ersten beiden Reihen ist die gefähliche Zone. Trotzdem wollen sich dauernd Leute dahin setzen. Es gibt viele Experimente, die alle mehr oder weniger gut funktionieren. Vielleicht eines nich so ganz, oder vielleicht auch zwei. Nach verlassen des Hörsaals hat man ein leichtes Pfiepsen im Ohr. Und frische Luft ist sowas wunderbares, ehrlich!

Und dann der große Tag, sie sind da. Die North Street ist total vollgepackt mit Leuten aller Altersstufen. Und Journalisten, jede Menge. Wir quetschen uns in die Menge, um sie vielleicht auch zu sehen. Scharfschützen sitzen auf dem Dach. Später wird Nadine erfahren, dass sogar das Geo Gebäude in der Nacht untersucht wurde. Es liegt genau neben dem Hauptgebäude und dem Garten, wo die Zeremonie später stattfinden wird. Man kann's auch übertreiben. Aber weiter im Text. In der Masse von Menschen treffen wir eine deutsche Studentin und unterhalten uns eine Weile mit ihr. Nach einer Stunde Warterei wird es und jedoch zu langweilig. Barthel geht arbeiten, Nadine versucht ins Geo Gebäude zu kommen.

Und da fängt der Spass an. Die Liste. Alle die drauf stehen dürfen in die umliegenden Gebäude des Hauptgebäudes. Da Nadine aber nicht richtig eingeschrieben ist, nicht angestellt ist und auch kein PostDoc ist, wird sie auf der Liste zuerst nicht gefunden. Nach einer Stunde (!) Diskussion mit den Polizisten und dem Security Mann (Ich will da aber rein, manno), darf sie endlich hinter die Absperrung. Sie setzt ihren Weg Richtung Geo Gebäude fort, wird jedoch nach wenigen Metern wieder gestopt. Es ereignet sich folgende Diskussion:

N: Ich möchte ins Geo Gebäude, ich arbeite da.
P: Wollen sie auf den Garten? Da dürfen sie nicht hin.
N: Nein, ich möchte ins Geo Gebäude. Ich arbeite da.
P: Sie dürfen nicht auf den Garten. Wissen sie das?
N: Ja ich weiß. Ich möchte nur ins Geo Gebäude, ich arbeite da.
P: Ja, weil auf den Garten dürfen sie ja auch nicht.
N: Will ich ja auch gar nicht.

So ging das etwa eine halbe Stunde. Das Ergebnis war die Begleitung dreier Polizisten, die Nadine bis zum Haupteingang gebracht haben um sicherzustellen, dass sie nicht doch noch in den Garten rennt. Soviel Wirbel nur für sie. Das Gras sieht auch irgendwie grüner aus. Im Geo Gebäude macht sich Nadine auf die Suche nach den anderen. Findet aber keinen. Als sie dann in den Mikroskopier Raum kommt, erschreckt sie sich erstmal. Da kleben sie alle an den Fenstern und versuchen was zu sehen. Nadine quetscht sich dazwischen und dann kommen sie tatsächlich.

Achso, ich sollte noch erwähnen wer. Na der Prinz und seine Verlobte. William und Kate sind da.

Die beiden laufen hintenrum am Geo Gebäude zum Garten hin, und wir sehen sie. Nadine macht ein erstes Foto.




Dann rennt sie eine Etage weiter runter in ein anderes Büro, zusammen mit zwei Kolleginnen. Jetzt sehen wir sie ganz nah. Eine Kollegin quieckt wie am Spieß und William und Kate drehen sich um und winken. Vor lauter Schreck lässt Nadine ihr Handy fallen. So gibt es nur ein Foto der Rückansicht der beiden. Auch ein schöner Rücken kann entzücken, nicht wahr?
 



Der Arbeitstag verläuft dann recht langweilig und am Abend sieht alles so aus wie vorher. Keine Absperrungen, keine Polizisten, keine Scharfschützen mehr. Alles weg. Am Abend treffen wir uns mit Fiona und Kevin (Fiona ist auch Geologin) in Dundee zum Essen. Wir gehen ins Byzantium, ein total gutes Restaurant. Das Essen war wirklich lecker!! Und der Abend total lustig. Am nächsten Tag fahren wir mit Tina (eine Chemikerin) nach Dundee zum shoppen, leider nur wenig erfolgreich.

Abends findet dann der ChemSoc Ball statt. Schicke Kleider, Essen (mäßig gut) und später Musik. Nach einem lahmen Start am Italiener Tisch wird's auch ganz lustig. Eine schottische Band mit zwei Tanzlehrern ist zu Gast. Die beiden zeigen traditionell schottische Tänze, die alle anderen später nachtanzen. Mit Drehungen und Drehungen und Drehungen. Anschließend tritt noch eine schottische Cover Band auf. Ohne Dudelsack, aber mit Kilt. Nadine tanzt in Strumpfhose mit blauen Ringelsocken.

Am Sonntag machen wir einen Morgenspaziergang. Der Rest des Tages verläuft sehr gemütlich. Barthel geht nachmittags golfen.

Donnerstag, 24. März 2011

Die Diskussion um Frittierautomaten

14.2. - 20.2.2011

Barthel hat sein Vorstellungsgespräch hinter sich. Da es länger gedauert hat als geplant, hat er den Flieger verpasst und fliegt statt heute (Montag) erst Mittwoch wieder zurück nach Schottland. Eigentlich sollte Nadine Klausuren schreiben, ist aber krank geworden und muss diese jetzt im März nachholen. Am Dienstag treffen wir uns mit Tom um in der Mensa eine leckere Curry-Wurst zu futtern. Da es sowas hier in Schottland nicht gibt, stürzen wir uns mit großem Heißhunger drauf. Anschliessend laufen wir etwas durch die Stadt und besuchen nachmittags Barthel's alte Kollegen in der TC. Ganz schön viele verwirrte Gesichter :) Nachdem Barthel am Mittwoch nun wieder nach Schottland geflogen ist, beschliesst Nadine Rike in Utrecht zu besuchen. Nach einem leckeren Mittagessen mit Mario sitzt sie am Donnerstag im Zug. Freitags laufen Rike und Nadine durch Utrecht und natürlich auch durch die Uni. Mittags futtern wir lecker frittiertes aus dem Frittierautomaten am Bahnhof. Mh lecker, Bami *schmatz*.



 Abends gibt's ne richtig gute Burger-Session mit Waffel-Nachtisch. Eigentlich wollten Rike und Nadine noch in die Stadt, sind aber zu vollgefressen um sich zu bewegen.




Barthel geht derweil in Schottland schwimmen. Nach einer Viertelstunde muss er jedoch abbrechen, da einem Kind ein Missgeschick im Pool passiert ist (iiiiiiiiiiiiiiiih). Auf den Schock gibt's erstmal ne Runde Bier und Dart. Am Samstag beginnt der Tag in Utrecht mit einem mega guten Frühstück im Bagels&Beans. Sowas brauchen wir in Schottland auch.



Dann versuchen wir Gummistiefel für Nadine zu kaufen. Wir finden auch welche, ganz tolle mit Wiesenmuster. Allerdings sind Nadine's Füße dann doch zu groß für Größe 34 (dass das mal passieren würde, unfassbar). Und dann kommt der doofe, blöde Abschied (Mü) als Nadine in den Zug nach Sittard steigt, da morgen ihr Flieger zurück nach Schottland geht.



Am Abend gibt's noch ein leckeres Abendessen mit Engendahls und Goertzes. Am Sonntag geht's nach einem leckeren Frükstück mit Nadine's Eltern und einem langen Abschied von den Mautzbären zum Flughafen und dann nach Schottland. Barthel holt Nadine am Flughafen ab und wir erkunden Edinburgh noch etwas, bevor wir wieder nach Hause fahren.

Dienstag, 22. März 2011

Jemand da Hage?

7.2. - 13.2.2011

Diese Woche fahren wir wieder nach Hause. Yeah! Nachdem die Woche normal verlaufen ist, sitzen wir Freitag Morgen im Auto zum Park&Ride Parkplatz in der Nähe von Edinburgh. Von da aus nehmen wir den Bus zum Flughafen. Und dann sitzen wir auch schon im Flugzeug. In Deutschland geht's dann mit dem Zug weiter. In Düsseldorf am Bahnhof treffen wir uns mit Barthel's Bruder Gottfried, der dann mit uns weiter Richtung Selfkant fährt. Am Bahnhof in Geilenkirchen werden wir von seiner Schwester Maria abgeholt. Es ist so schön wieder zu Hause zu sein. Nach einem leckeren Essen bei Maria und einem kurzen Besuch bei Barthel's Eltern fahren wir nach Hillensberg. Dort finden wir das, worauf wir uns am allermeisten gefreut haben: Kira und Hugo, unsere beiden Katzen. Nach endlosen Streichel- und Kuscheleinheiten erlauben uns die beiden dann auch irgendwann zu schlafen. Am nächsten Morgen gehen sie Streichelattacken weiter, müssen dann jedoch zwecks einem Frühstück bei Barthel's Eltern unterbrochen werden. Nachmittags sind wir bei Nadine's Mama und haben ein leckeres Abendessen. Am Sonntag sind wir bei unseren Nachbarn zum Frühstücken. Wir erzählen viel und Marlon (ihr Hund) spielt während der ganzen Zeit toter Hund. Nachmittags gibts leckeres Essen bei Barthel's Eltern bevor die Woche auch schon rum ist und Barthel sich auf den Weg nach Marl zu seinem Vorstellungsgespräch macht.

Sonntag, 20. März 2011

Grusel am Freitag

31.1. - 6.2.2011

Diese Woche verläuft recht langweilig. Außer, dass wir arbeiten passiert nicht wirklich viel. Am Freitag geht Nadine mit Chemiker-Mädels ins Kino in St. Andrews. Es ist ein ganz kleines Kino, passend zur Stadt. Wir schauen uns den Film "Black Swan" an. Wir sind 6 Mädels, die Jungs (und wir zuerst auch) gehen von einem Mädchen-Ballerina Film aus und sind beim Dart Spielen. Im Kino sitzen nur Mädels und sage und schreibe 4 männliche Zuschauer. Der Film ist allerdings alles andere als ein Mädchen-Ballerina Film. Die meiste Zeit sitzen fast alle mit ihren Händen oder Schals vor dem Gesicht und wollen nicht hinsehen. Gruselig! Um uns von dem Schock zu erholen, gehen wir anschliessend ins West Port und genehmigen uns einen Drink. Die Truppe löst sich danach auf und ein Teil geht zu den Jungs in Drootheys. Samstag nüchtern wir aus. Sonntag fahren wir nachmittags nach Dundee und schlendern etwas durch die Stadt. Wir laufen durch die Shopping Center und wollen einen Kaffee mit Nadine's Kollegin Fiona trinken. Leider müssen wir feststellen, dass wir ihre Nummer gar nicht haben.

MIST!

Burns Night

24.1. - 30.1.2011

Am Dienstag ist Burns Night. Robert Burns war ein schottischer Poet. Der 25. Januar ist sein Geburtstag. An diesem Tag gibt es traditionell eine Suppe und Haggis mit Kartoffeln und Steckrüben. Natürlich auch Nachtisch und am wichtigsten: Whisky. Abends sind wir im Geo-Institut, wo die Burns Night gefeiert wird. Wir wissen noch nicht so richtig, was uns erwartet. Nachdem alle Platz genommen haben, wird der Haggis in den Raum getragen. Ein Professor im Kilt mit einem wunderbaren schottischen Akzent liest das Gedicht "The Address to the Haggis"  (siehe unten) vor, welches von Robert Burns stammt. An der entsprechenden Stelle im Gedicht wird der Haggis aufgeschnitten. Anschliessend dürfen wir den Haggis dann auch essen. Es folgen Vorträge von Brunsgedichten und Liedern und insgesamt ist es ein sehr lustiger Abend. Leider haben wir die Kamera vergessen.


The Address to the Haggis (1786)
Fair fa’ your honest, sonsie face,
Great Chieftain o’ the Puddin-race!
Aboon them a’ ye tak your place,
Painch, tripe, or thaim:
Weel are ye wordy of a grace
As lang’s my arm.
The groaning trencher there ye fill,
Your hurdies like a distant hill,
our pin wad help to mend a mill
In time o’ need,
While thro’ your pores the dews distil
Like amber bead.
His knife see Rustic-labour dight,
An’ cut you up wi’ ready slight,
Trenching your gushing entrails bright
Like onie ditch;
And then, O what a glorious sight,
Warm-reekin’, rich!
Then, horn for horn they stretch an’ strive,
Deil tak the hindmost, on they drive,
Till a’ their weel-swalled kytes belyve
Are bent like drums;
Then auld Guidman, maist like to rive,
Bethankit hums.
Is there that owre his French ragout
Or olio that wad staw a sow,
Or fricassee wad mak her spew
Wi’ perfect sconner,
Looks down wi’ sneering, scornfu' view
On sic a dinner?
Poor devil! See him owre his trash,
As feckless as a withered rash,
His spindle shank a guid whip-lash,
His nieve a nit;
Thro’ bluidy flood or field to dash,
O how unfit!
But mark the Rustic, haggis-fed,
The trembling earth resounds his tread,
Clap in his walie nieve a blade,
He’ll mak it whissle;
An’ legs, an’ arms, an' heads will sned,
Like taps o’ thrissle.
Ye Powers wha mak mankind your care,
And dish them out their bill o’ fare,
Auld Scotland wants nae skinking ware
That jaups in luggies;
But, if ye wish her gratefu’ prayer,
Gie her a Haggis!


Am Freitag wollen wir schwimmen gehen. Barthel soll Nadine von der Arbeit abholen. Diese kommt aus dem Hintereingang, Barthel wartet am Sekretariat. Nadine sucht das Auto, Barthel kommt raus. Barthel geht wieder rein, Nadine läuft wieder zurück. Handys sagen sie seien aus. Nadine wieder zurück zum Auto, währenddessen Barthel wieder raus. Nach etwa 10 Minuten finden wir uns dann endlich. Furchterbar! Das Wochenende verläuft ruhig ohne besondere Vorkommnisse.

P.. P.. P.. Pockerface

17.1. - 23.1.2011

Die ersten fünf Tage der Woche verlaufen nicht wirklich ereignisreich. Montag Abend trifft sich Barthel mit Couchsurfern in Dundee und macht beim Pub Quiz mit. Bei diesem Quiz gibt es verschiedene Themengebiete, zu denen Fragen gestellt werden oder Aufgaben gelöst werden müssen. Der Abend verläuft Fragentechnisch nicht so ganz erfolgreich, ist aber sonst sehr lustig. Die restliche Woche verläuft eher unspektakulär. Wir arbeiten, gehen schwimmen, lernen und korrigieren. Am Samstag Abend sind wir bei einem Chemiker zum Pokern eingeladen. Jan (der Chemiker) und seine Freundin Marina wohnen in einer großen umgebauten alten Schule. Und das is abends ganz schön gruselig. Der Weg zum Klo wird da schonmal zum Abenteuer. Neben den unendlich vielen Gängen gibt's Gemeinschaftsduschen und -klos und (leicht) gruselige Fotos an den Wänden. Der Pokerabend verläuft ganz lustig. Barthel hat am Ende des Abends den Dreh irgendwie raus und gewinnt tatsächlich 13 Pfund. Gar nich ma so schlecht für nen Anfänger. Nachdem wir am nächsten Tag ausgeschlafen haben, bastelt Barthel am Volvo rum. Das Ergebnis ist eine lange Liste mit Ersatzteilen, die bestellt werden müssen. Und dann auch irgendwie eingebaut. Da hätten wir Stossdämpfer, Bremsbeläge, Zündkerzen, Kugellager, ne neue Kofferraumklappe, mind. zwei neue Türen ...

Am Abend sind wir bei einer Arbeitskollegin von Nadine zum Essen eingeladen. Dummerweise vergessen wir eine Karte mitzunehmen, finden den Weg aber trotzdem ohne verlaufen und sind sogar noch pünktlich. Das Essen ist sehr lecker und Marion wohnt in einem großen, schönen Haus. Weitere Pluspunkte gibt es für ihr Auto, NATÜRLICH ein alter Volvo Kombi :)

http://www.youtube.com/watch?v=tKOVF1qwPzI

V-O-L-V-O, my Volvo

Montag, 7. März 2011

Roslin und Melrose

16.1.2011

Heute machen wir einen Ausflug und nehmen Christine mit (Chemikerin). Wir wollen nach Roslin und Melrose. In Roslin gibt es eine Kapelle mit gothischer Architektur. Außerdem findet man hier ziemlich viele Steinmetzarbeiten. Die Kapelle spielt zudem in dem Buch "Der Davinci Code" eine Rolle. Und natürlich auch im dazugehörigen Film, weshalb Tom Hanks für eine ganze Woche dort gedreht hat.

Aber alles auf Anfang. Morgens um 9 Uhr machen wir uns auf den Weg. Christine wird sofort zum Navigator befördert. Nadine bleibt Krieger, wird dieser Position gerecht und schläft während der Fahrt natürlich wieder. Um 11 Uhr sind wir in Roslin, die Kapelle öffnet jedoch erst um 12. Also wandern wir ein wenig durch die Gegend. Hinter der Kapelle liegt eine große Wiese, von der aus man zum Wald kommt. Und da es ja langweilig wäre die normalen Wege zu laufen, laufen wir querfeldein. Da es allerdings etwas regnerisch ist, ist auch der Boden ziemlich nass. An machen Stellen geht es recht schräg nach unten. Mit viel Gekicher, Gerutsche, Festhalte-Versuchen und nur einem Hinfaller kommen wir unten an. Dann entdecken wir im Wald die Ruinen des Schlosses von Roslin. Das Schloss wurde im frühen 14. Jahrhundert erbaut. Wir schauen uns ein wenig um und wandern weiter. Zurück an der Kapelle hat diese nun auch geöffnet und wir können sie besichtigen. Den heiligen Gral finden wir leider nicht. Dafür aber sehr viele Sondermüll Schafe (mit rotem Punkt).

Weiter nach Melrose. Hier wollen wir uns die Ruinen des Klosters ansehen. Vorher genehmigen wir uns in einem kleinen Cafe allerdings noch Kakao/Kaffee und Skones bzw. Gingerbread (sowas ähnliches wie Printen, aber nur so ähnlich). Das Kloster ist sehr schön, wir laufen eine Menge herum. Und natürlich meine Damen und Herren dürfen sie die sensationellen historischen Plastik-Klappstühle aus dem Spät-Mittelalter nicht verpassen. Die stehen in einer kleinen Nische des Klosters, gut versteckt um sie vor Räubereien zu schützen. Faszinierend ! Zum Kloster gehört außerdem ein kleines Museum, das wir uns natürlich auch noch ansehen. Da sich mittlerweile der etwas größere Hunger meldet, fahren wir zurück Richtung St. Andrews. Auf dem Rückweg beschliessen wir in Anstruther Fish 'n' Chips zu essen. Das Lokal, in dem wir dieses tun, soll ganz berühmt dafür sein und die besten Fish 'n' Chips haben. Wir sind allerdings etwas enttäuscht, war jetzt nich soooo dolle. Aber der Ausflug war super.

Fotos kommen sobald wir einen Scaner gefunden haben...

Sonntag, 27. Februar 2011

Von Irrungen und Wirrungen und Kakao

10.1. - 15.1.2011

Die erste richtige Arbeitswoche. Wohooo. Sie verläuft recht unspektakulär. Nadine verläuft sich regelmäßig im Geo-Gebäude, welches aber auch wirklich unübersichtlich ist mit den ganzen Zwischendecken und so. Barthel spielt mit Schutzgas und Oleum (Ole Ole Oleum).
Am Mittwoch treffen wir uns mit Cat. Das ist die Couchsurferin, bei der wir im Oktober übernachtet haben. Wir erzählen viel und Barthel kocht Zwiebelsoße mit Kartoffeln und Salat. Cat erzählt von einem Pub Quiz in Dundee und wir beschliessen, dort am Montag mal hin zu gehen. Donnerstag führt Nadine in ihrem Institut zusammen mit einer Kollegin eine neue Tradition ein. Es gibt an diesem Tag nämlich die Doktorfeier von Fiona. In Deutschland bekommen die DoktorandInnen meistens einen Doktorhut. Der ist mit für diese Person charakteristischen Dingen gestaltet und meistens sehr witzig. Die Schotten kennen das allerdings (noch) nicht. Der Hut für Fiona fällt etwas kleiner aus, da wir nicht soviel Zeit haben ihn zu basteln. Aber sie freut sich wirklich riesig und läuft die ganze Zeit damit rum. Am Abend gibt es für sie eine kleine Feier in einem chinesichem Restaurant. Barthel schreibt und korrigiert seine Doktorarbeit.

Am Freitag bringen wir Printen und Nougat mit in unsere Arbeitskreise. Gar nicht so einfach das in englisch zu erklären. In Nadine's Arbeitskreis gibt's allerdings eine Professorin, die Printen kennt (und total gern hat) und mit der Erklärung etwas aushilft. Abends treffen wir uns mit den Chemikern im Pub. Vorher müssen wir allerdings noch etwas zu essen jagen.
Unser Aufbruch wird jedoch vom Eismann im Eismannwagen mit Eismannwagenmelodie gestoppt. Natürlich kaufen wir ein Eis, wenn der Eismann im Eismannwagen mit Eismannwagenmelodie schon so tapfer ist und im Winter mit seinem Eismannwagen mit Eismannwagenmelodie herumfährt.

bitte vorstellen: dingeliding, dingeliding, tüüüdüdüüüüüü, dingeliding, tüdüdüüüüüüüü, dingeliding, dingeliding

Am Samstag genehmigen wir uns ein warmes Getränk im North Point. Nadine trinkt den ihr empfohlenen Kakao mit Marshmallows und Sahne (schmatz), Barthel trinkt einen Kaffee (Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig). Außerdem können wir das Buch abholen, welches Barthel sich bestellt hat. Es ist ein "wie baue ich meinen Volvo auseinander und danach wieder richtig zusammen" Buch. Das Ziel: den Volvo dieses Jahr nochmal über den TÜV bekommen. Eine unschaffbare Aufgabe?

Fotos gibt's diesmal leider keine...

Montag, 24. Januar 2011

Die ersten Tage

5.1. - 9.1.2011

Morgens wie üblich aufgestanden. Nachdem wir Marwyn verabschiedet haben, machen wir uns auf den Weg zur Arbeit. Aufregung, Aufregung, Aufregung. Bei Barthel läuft alles super. Prof is da und nimmt ihn in Empfang, zeigt ihm sein Labor und stellt ihm den Arbeitskreis und seine Kollegen vor. Bei Nadine ist es schon spannender. Aufgeregt bis zum Anschlag wartet sie unten im Sekretariat. Eigentlich sollte sie um 9 Uhr da sein. Es wird halb zehn. Die Sekretärin wird auch etwas nervös, kann den Prof aber nicht erreichen. Als es dann 9.40 Uhr sind bittet sie Nadine in der Stadt einen Tee zu trinken und um 11 Uhr wieder zu kommen. Es sei der erste Tag nach den Ferien und wahrscheinlich sei sie nur vergessen worden. Noch viiiiiel aufgeregter begibt sich Nadine ins North Point (ein wirklich tolles Café) und trinkt einen Nervositäts-Kakao mit Marshmallows und Sahne. Mhjam.

Um elf also wieder zurück. Und da stößt sie mit dem Prof mehr oder weniger zusammen. Dem ist seine Verspätung reichlich peinlich. Die Ausrede: er sei es nicht gewohnt, dass seine Studis so pünktlich seien und dachte er könnte auch mal was später kommen. Jaja, die "deutsche Pünktlichkeit". Danach kommt aber langsam alles in Gang. Abends machen wir einen Plan, was wir in den nächsten sechs Monaten alles erreichen wollen. Dazu gehört unter anderem zwei mal die Woche Sport machen.

Der nächste Tag verläuft eher unspektakulär. Nadine bekommt nen kleinen Hiwi Vertrag und Barthel lernt die Leute aus seinem Arbeitskreis näher kennen. Seine Laborarbeit ist auch wahnsinnig spannend. Er darf Wasser entgasen. Am Freitag Abend treffen wir uns mit den Chemikern im West Port. Nach einem last minute Abendessen (2 Minuten bevor die Küche zumacht noch schnell bestellen) und ein paar Ales gehts wieder nach Hause. Es hat ein wenig geschneit. Und es kommt was kommen musste, eine riesige Schneeballschlacht. Dafür sieht man hier aber keine Schneemänner. Sehr mysteriös.

Das Wochenende wird ganz ruhig. Viele Spaziergänge am Meer und viel schlafen. Am Samstag sehen wir während unseres Spaziergangs einen Surfer im Surfanzug mit Surfbrett durch den Schnee laufen. Nichts wie hinterher! Der geht doch tatsächlich bei diesen Temperaturen surfen. Das ist kalt! Naja, nur die Harten kommen in den Garten, nicht wahr?

Ein Beweisfoto folgt noch!! (müssen wir noch einscannen)

Unser Mitbewohner bleibt verschollen. Wir sind gespannt was die nächste Woche bringt.

Sonntag, 16. Januar 2011

Die Ruhe vor dem Sturm

2.1. - 4.1.2011

Wir stehen früh auf, um endlich in St. Andrews anzukommen. Nachdem wir etwas verschlafen unsere Sachen zusammen gesucht haben, schreiben wir einen lieben Abschiedsbrief an unseren Couchsurfer. Der schläft nämlich noch. Dann gehts ab ins Auto. Navi-Smotje Woody lotzt uns sicher dorthin, in St. Andrews verfahren wir uns aber erstmal kurz wieder. Wäre ja auch langweilig wenn nicht.... Dann finden wir die richtige Strasse und unsere Wohnung. Spannung. Wir betreten unser Zuhause für die nächsten 6 Monate. Der erste Eindruck: sauber, hell, könnte gut gehen. Nachdem wir unsere Sachen hochgetragen haben, beginnen wir mit dem Auspacken. Marwyn macht sich auf um eine Tour durch das Städtchen zu drehen. Dabei machen sie einige coole Fotos und entdecken dieses verlockende Angebot:

Whisky umsonst - bei jedem Haarschnitt

Ruine der Kathedrahle

Abtei


Küste mit Burg

Hafen


Hafen

Wir richten uns ein und inspizieren alles ganz genau. Dann waschen wir erstmal eine Ladung Wäsche und gehen danach im Supermarkt einkaufen. Am Abend erkunden wir die Gegend und treffen Marwyn wieder. Dann gibts Abendessen, wir quatschen noch etwas und Woody und Marion planen ihren Trip für die nächsten zwei Tage. Sie wollen zur Isle of Mull fahren.

Am nächsten Tag machen sich Woody und Marion auf. Knatternd fahren sie davon. Wir machen uns auf um unsere neue Heimat etwas besser kennenzulernen. Der restliche Tag verläuft eher unspektakulär.

Dienstag steht dann ein weiterer Einkauf an. Außerdem entdecken wir ein Schwimmbad und beschliessen ab jetzt jede Woche zwei Mal schwimmen zu gehen. Am abend erwarten wir gespannt die Ankunft des Volvos mit seinen beiden Insassen. Dann hören wir ein lautes Rappeln und Knattern. Okay, sie sind da :) Nachdem wir uns Fotos angeschaut und Geschichten ausgetauscht haben, gehen wir in der Stadt etwas essen. Ab morgen beginnt der Ernst des Lebens. Vor allem Nadine ist ziemlich aufgeregt und hat auch ein bischen Heimweh. Nach dem Essen wird die Lokalität gewechselt, um Ale und Whisky zu trinken. Der Whisky, den Woody und Marion sich bestellt haben, riecht schon aus Metern Entfernung sehr intensiv. Eher so wie Teerpappe, oder so. Und dann kommt der Auspruch des Abends:

Wenn es mich nicht geben würde, würdest du mich ja gar nicht heiraten.
Stimmt!

Kurze Verwirrung, dann lautes Gelächter. Am Abend quatschen wir noch was. Und dann taucht plötzlich Darth Woody auf. Er marschiert auf Nadine zu, diese kann sich aber im letzten Moment noch retten.





Nachdem die Aufregung verflogen ist, gehen wir ins Bett. Lebend natürlich.

Dienstag, 11. Januar 2011

Frohes neues Jahr und so

1.1.2011

Euch allen erstmal ein frohes neues Jahr.

Nachdem wir uns um 12 Uhr mal aus unseren Nachtlagern geräumt haben, bekommen wir von unserem Couchsurfer Frühstück gemacht. Es gibt was libanesisches. Und zwar einen Sesam-Gries-Brei, welcher sehr süß ist. Dazu gibts Butter und wer mag kann ihn auch mit Brie kombinieren. Schmeckt sehr gut. Ist blöderweise aber auch sehr sättigend, das heißt wir können nicht soviel davon essen. Kurze Zeit später werden wir allerdings wieder Hunger bekommen. Nachdem wir uns ausgehfertig gemacht haben, machen wir uns auf den Weg um Edinburgh noch etwas zu erkunden.





Natürlich wollen wir uns die Edinburg anschaun (gemeint ist: Edinburgh castle). Auf dem Weg zu eben dieser müssen wir den kleinen Jahrmarkt überqueren. Sieht genauso aus wie die bei uns auch. Also nich sooo spannend. Die Edinburg ist dafür wirklich großartig. Da wir allerdings schon frühen nachmittag haben und die 12 Pfund Eintritt verlangen, sehen wir sie nicht von innen. Schade!

Die Edinburg

Aber immerhin ein Grund um nochmal nach Edinburgh zu fahren. So langsam melden sich unsere Nahrungsaufnahmeorgane. Nach einer kleinen Diskussion beschliessen wir Haggis essen zu wollen. Zur Erklärung: "Haggis ist eine Spezialität aus der Schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst." (Wikipedia)

Wir können uns jedoch nicht so wirklich auf eine Lokalität einigen. Woody ergreift die Initiative und läuft los. Wir hinterher. Wir kommen allerdings nicht so weit. Links von uns liegt ein Souvenirladen. Sieht von aussen klein und schnucklig aus, is von innen aber monströs. Es gibt Pullover, Kilte, Geschirr, Schmuck und die Möglichkeit sich im schottischen Outfit fotographieren zu lassen. Wir sind doch ganz schön lange in dem Laden. Jetzt brauchen wir aber wirklich was zu essen. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einer sehr interessanten Projektion an eine Hauswand vorbei. Eine Apple Fehlermeldung. Gibts denn sowas?



Wir kommen in einen kleinen Pub. Dieser trägt den Namen eines verstrobenen Polizeihundes. Nach dem Tod seines Herrchens wartete er immer an der selben Stelle auf ihn, bis er selbst gestorben ist. Erstmal Ale bestellen. Da wir uns mittlerweile doch nicht mehr so sicher sind, ob wir eine große Portion Haggis essen wollen (nachher mögen wir das nich) entscheiden wir uns dafür es als Vorspeise zu essen. Folgende Aussagen wurden getätigt:

Haggis is auch nach etwa 10 Jahren immer noch leckaaaah (meinen zumindest Marion und Woody),
Haggis is auch beim ersten Mal lecker (sagt Barthel),
und 25% der Befragten antworteten: Haggis schmeckt ... (Nadine)

Als wir grade unseren Hauptgang bestellen wollen, kommt eine Kellnerin und erzählt uns was schon alles ausverkauft ist. Es bleibt etwa 1/3 übrig. Nachdem wir uns dann entschieden haben, gehts an die Theke zur Bestellung. Die Dame hinter der Theke erzählt uns allerdings, dass die Küche geschlossen sei. Was? Aber, aber, HUNGAAAA. Und wir haben doch eben erst was bestellt. Panik. Und dann die Erleichterung. Die Küche ist nur kurz geschlossen, weil ein so großer Andrang herrscht. Puh, Glück gehabt. Nach dem Essen verlassen wir satt und zufrieden den Pub. Wir wandern noch eine Weile durch die Stadt und finden ein kleines Café, in dem wir den Abend ausklingen lassen wollen. Dieses ist zeimlich cool eingerichtet. An der Wand hängen alte Schreibmaschinen aus den 20 und 30er Jahren. Und auf den Tischen stehen alte Wählscheibentelefone. Sehr sympatisch hier.





Es gibt ne Menge Ale aus der Flasche (ja das geht) und einen unglaublich leckeren Schokokuchen (schmatz). Der Weg zum Auto ist ziemlich witzig, da alle (ausser Nadine) schottendicht sind (hihi). Woody macht ziemlich viele unsinnige Fotos. Die Heimfahrt verläuft ohne Zwischenfälle.  Gute Nacht!


Nachtrag:
Da wir an Silvester keine Kamera dabei hatten, mussten wir die Fotos am nächsten Tag nachstellen. Kommt nich wieder vor!



Sonntag, 9. Januar 2011

Weniger ist nicht immer mehr!

31.12.2010

Nach einem langen Schönheitsschlaf und einem fantastischen englischen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Edinburgh. An der Autobahnraststätte besorgen wir uns erstmal vernünftiges Kartenmaterial. Woody wird zum Dauer-Navigator befördert. Da wir ein bisschen was von der Landschaft sehen wollen, verlassen wir die Autobahn und wechseln auf die Landstraße. Wir werden nicht enttäuscht. Die Landschaft ist echt der Hammer. Die Strassen sind es eher weniger und unsere Stoßdämpfer beschweren sich ganz schön oft. Dürfen sie aber auch bei teilweise über 20% Steigung.





In Coni Stone machen wir eine kleine Pause, eigentlich zum Pinkeln. Finden aber kein Klo. Dafür wunderschöne englische Landschaft, so wie man sie sich vorstellt. Woody wird vom Dauer-Navigator zum Navigator-Smotje befördert und versorgt Barthel mit Nahrung und Getränk, während dieser fährt. Die hier lebenden Schafe tragen alle bunte Punkte auf dem Rücken. Nach einer Weile stellen wir fest, dass sie sich nach dem deutschen Mülltrennungssystem sortieren lassen. Da hätten wir also Papier-Schafe (blauer Punkt), Hausmüll-Schafe (grüner Punkt oder so, hier sind wir uns nicht einig), Gelber Sack-Schafe (gelber Punkt), Glas-Schafe (kein Punkt) und nicht zu vergessen die Sondermüll-Schafe (roter Punkt). Grünabfall-Schafe (brauner Punkt) sehen wir auch noch. An den Aysgarth falls legen wir eine weitere Pinkelpause ein, diesmal finden wir auch ein Klo. Die Wasserfälle sehen klasse aus, auch wenn wir sie nur kurz bewundern können.


Coni Stone
 
Nadine wird vom Logbuchschreiber zum Krieger befördert. Ein Krieger kann immer und überall schlafen. Auch auf einer stehenden Sprudelflasche.



Den nächsten Stop machen wir am Hadrianswall, bzw an den Resten davon. Der Hadrianswall war ein römisches Befestigungssystem. Mh, tjoa, Steine halt, nich. Und Schafe und Schafshinterlassenschaften. Wir müssen nämlich über eine Schafsweide laufen, um die Steine anzuschaun.

Hadrianswall


Hadrianswall

Dann gehts wieder auf die Strasse. Die Strassenführung wird recht interessant und unser Auto meldet sich. Crunch, autschn, Stossdämpfer. Und dann: SCHOTTLAND. Yeah!!! Wilde Tänze werden aufgeführt, wir liegen uns in den Armen und können es nicht glauben soweit gekommen zu sein. Ähäm, naja gut, so dramatisch wars dann doch nich. Aber schon ein bisschen.



Nächster Halt Edinburgh. Die Nacht werden wir bei einem Couchsurfer verbringen. Dort angekommen und nach einer kleinen Plauderei stürmen Marion und Nadine los zum Supermarkt um noch schnell einzukaufen. Der Supermarkt macht nämlich wegen Hogmanay (=Silvester) heute früher zu. Hat bis 19 Uhr offen, lässt aber ab 18:45 niemanden mehr rein. Tödöööö, Mist! Dann müssen wir unser Futter halt in der Stadt jagen. Anschliessend suchen wir uns auf einer der Brücken einen Platz um das Feuerwerk zu sehen. Es ist wirklich ziemlich kühl, aber manche Mädels lassen sich vom Wetter nicht abschrecken. Wir sehen Miniröcke, bauchfreie Tops, kurzärmelige Tops ohne Jacke drüber und noch ein paar gruselige Sachen mehr. Das Feuerwerk ist aber wirklich schön. Und niemand der in die Menschenmenge reinballert, bis auf einen. Und der steht ausgerechnet neben uns. Dann sind wir noch auf eine kleine Hausparty gegangen und dann ins Bett.

Samstag, 8. Januar 2011

Kohle, Dreck und Kaiserwetter

30.12.2010

Nach einem hervorragendem englischen Frühstück (Speck, baked beans, Toast, Ei, Tomate, Würstchen) machen wir uns auf den Weg zum National Coal Mining Museum in Wakefield. Vorher müssen wir uns aber noch um unser Auto kümmern. Der Heckscheibenwischer hängt total lasch runter. Da hatte sich wohl eine Mutter gelöst. Fest geschraubt und er steht wieder wie ne eins.

Das Museum ist riesig. Neben einer kleinen Ausstellung über die Geschichte besteht auch die Möglichkeit eine Führung unter Tage zu machen. Diese Gelegenheit lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Unser Führer ist ein ehemaliger Kumpel, der bis zur Schliessung der Grube dort gearbeitet hat. Er erzählt uns viele Geschichten, vom Beginn des Abbaus bis zum Ende. Teilweise ganz schön beängstigend was getan werden musste um an die Kohle ran zu kommen. Die Führung dauert anderthalb Stunden. Den Rest des Tages verbringen wir damit uns das Gelände und die verschiedenen Ausstellungen anzusehen. Besonders interessant sind die Maschinen.

große Untertage-Kettensäge
big chainsaw

Förderkorb
conveyor cage

Stollenschneidgerät-o-Matendings
gallery cutter

Bohrer zur Vorbereitung von Sprengarbeiten
drill, BIG drill



Schremmwalze oder so

Und die Pit Ponies dürfen natürlich auch nicht fehlen. Diese wurden auch für die Arbeit unter Tage eingesetzt, die 4 im Stall allerdings nicht mehr. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, so wie es in England sein sollte. Wir schätzen die Sichtweite beträgt höchstens 10m.

Kaiserwetter
the very beautiful weather

Nach dem Museumsbesuch haben wir natürlich HUNGAAA. Für heute haben wir uns das British Oak ausgesucht. Ein hübscher kleiner Pub. Allerdings etwas kamerafreudig. Neben unserem Tisch hängt ein Fernseher, auf dem die Bilder der Überwachungskameras zu sehen sind. Das Essen ist ganz okay. Auf dem Mädelsklo entdecken Marion und Nadine einen Automaten, aus dem man die nützlichsten Sachen für den Abend ziehen kann (Tampons, Kaugummis, Kondome und Tabletten bestehend aus einer Mischung aus Koffein, Paracetamol und Aspirin). Die Überwachungskameras filmen sogar den äußeren Raucherbereich, sodass wir Woody beobachten könnnen. Draussen stehen auch zwei Kaugummi-Automaten. Wir ergattern einen Ring und einen aufblasbaren Dreizack. Yeah! Der Hundezwinger steht offen, wir können jedoch keinen Hund entdecken. Ob wir uns Sorgen machen müssen?

Als nächstes versuchen wir irgendwo Internet zu bekommen. Wir wollen Silvester in Edinburgh verbringen und suchen über Couchsurfing eine Übernachtungsmöglichkeit. Nach einer Weile erinnnern wir uns daran, dass es im Black Bull Wlan gab. Also fahren wir dorthin. Wie auch am Tag zuvor sind uns die Einbahnstrassen völlig egal. Einbahnstrassen sind was für Weicheier. Während Barthel die Bettsache abklärt, spielt jemand anderes mit einer Mandarine, den Scheibenwischern und seiner Kamera. Das Ergebnis:


Kunst mit dem Volvo, einer Mandarine und laufenden Scheibenwischern
art with our Volvo, one tangerine and running wipers

Da die weiblichen Mitreisenden total im Eimer sind und die eine Hälfte auch noch droht krank zu werden, gehen wir früh ins Bett.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Autos, Autos und noch mehr Autos

29.12.2010

Morgens steht wieder das übliche an. Aufstehen, Kaffee, Duschen, Anziehen, nach nem Glaser suchen. Bis auf den letzten Punkt verläuft das auch alles recht erfolgreich. Die drei Glaser bei Felix in der Nähe haben jedoch alle noch zu, obwohl sie geöffnet haben sollten. Is ja aber auch erst halb neun, wir versuchen das später nochmal. Wieder zurück in Felix Wohnung werden die Sachen zusammen gepackt und ins Auto geladen. Barthel spielt erneut eine Runde Kofferraum-Tetris (gedanklich bitte die Tetris Melodie vorstellen). Alle ins Auto und erneut eine Tour vorbei an den Glasern drehen. Die haben immer noch zu. Mit schlechtem Gewissen und getrübter Stimmung verlassen wir London Richtung Coventry. Nadine darf sich nochmal als Navigator versuchen. In Coventry wollen wir das Transport Museum besuchen. Vorher trinken wir aber erstmal was warmes.

Das Museum ist wirklich lohnenswert. Viele schöne Mopeds (und Autos).









Außerdem hat Coventry fast die gleiche Vorwahl wie Aachen, nämlich 024. Danach versuchen wir im lokalen Supermarkt etwas zu finden, dass dem deutschen Brot halbwegs nahe kommt. Wir finden tatsächlich etwas. Außerdem noch scones. Zurück am Auto vernaschen wir die gekauften Köstlichkeiten mit den vorher schon erstandenen Verzierungsmöglichkeiten, auch Aufschnitt genannt. Nachdem wir uns gestärkt und die Krümel so gut wie möglich auf dem Parkplatz um das Auto herum verteilt haben, fahren wir weiter Richtung Norden. Unser nächstes Ziel ist West Bretton, wo wir in einem Bed&Breakfast zwei Zimmer gemietet haben.

Das süße kleine Örtchen is grade mal so groß, dass es nichmal 600 Einwohner hat. Die Terrordahles fühlen sich fast wie zu Hause. Und fahren beinah an der gesuchten Straße vorbei aus dem Ort wieder raus, obwohl wir grade erst in ihn reingefahren sind. Parkplatz gesucht (Puh das könnte schwierig werden, sieht einer was? (die ganze Strasse is frei)) und zum B&B gegangen. Wir werden von der netten Besitzerin empfangen. Und von ihrem kleinen Hund. Der hört sich allerdings an als ob er jede Sekunde zusammenbrechen würde, da er an Asthma leidet. Nachdem wir mit einer ausgezeichneten Karte und einigen Tips für das Abendmahl versorgt wurden, machen wir uns auf dem Weg zum Black Bull. Wir sind jedoch etwas enttäuscht, da wir einen kleinen Pub gesucht, jedoch eher ein Restaurant gefunden haben. Egal. HUNGAAAAAA. Das Essen ist okay. Das Ale auch. Zurück im B&B schauen wir noch etwas in die Röhre und gehen dann ins Bett.
Gute Nacht!