14.3. - 20.3.2011
Die Woche verläuft wieder recht langweilig. Wir arbeiten und sonst passiert nichts spannendes. Am Samstag machen wir dann nochmal einen Ausflug. Aber zuerst müssen wir die Wanderkarte suchen, die wir uns von unserem Mitbewohner ausleihen wollen. Wir finden sie aber nicht. MIST! Mh, fahren wir einfach mal los. Unterwegs fällt Nadine ein, dass ihre Arbeitskollegin Fiona mal erwähnte, eine Wanderkarte von unserem Zielgebiet zu haben. Wir wollen heute zum Glen Clova fahren. Also Fiona angerufen und erstmal nach Dundee gefahren. Eine halbe Stunde später sind wir dann bei ihr. Sie wohnt in einer wirklich tollen Wohnung, die geht über eineinhalb Etagen und man kann direkt auf den River Tay schauen. Nach der Wohnungsbesichtigung gibt's erstmal ne Runde Tee und wir erzählen viel. Beim Teetrinken verschluckt sich Nadine total. Nachdem sie sich erholt hat, packen wir die Karte ein und fahren weiter.
Nachdem wir die Autobahn verlassen haben, wird die Fahrt etwas abenteuerlicher. Die Strasse ist eng und kurvig. Und da sehen wir sie zum ersten Mal: die blöden Fasane. Leider sehen wir neben den lebendigen Exemplaren auch weniger lebendige, sprich plattgefahrene. Nach einer Weile erkennen wir auch den Grund dafür. Steht so ein Fasan mal auf der Strasse, dauert es eine Weile bis er sich von dieser wieder runter bewegt. Die Strassenverkehrsordnung kennen die wohl nicht so gut. Oder ihr Gehirn arbeitet einfach nur meeeeeeega langsam. Es scheint so, als würden sie eine endlose Disskusion mit sich selbst führen:
Weggehen? Mh ich weiß nich, was spricht dafür? Oder doch lieber stehen bleiben? Die gucken so komisch. Mh ich versuch ma einen Schritt. Ah nee, is doch nich so gut. Vielleicht wieder zwei zurück? Hallo, das is ja wohl kein Grund so rumzuhupen. Ich geh noch ma ein paar Schritte vor. Das Hupen macht einen ja ganz taub. Vielleicht geh ich doch von der Strasse runter, aber in die andere Richtung.
Das ganze dauert gefühlt 30 Minuten, in der Realität waren es wahrscheinlich zwei. Nach ein paar Unterbrechungen kommen wir dann endlich am Glen Clova an. Wir suchen den Wanderweg und starten unsere Tour auf etwa 200 Höhenmetern. Der Weg nach oben ist anstrengend. Vorallem, weil nach ein paar Metern noch recht viel Schnee liegt und das macht es nicht wirklich einfacher. Die oberste Schicht ist eigentlich gefroren, darunter ist Schnee. Jedoch gibt es ein paar Stellen, an denen die oberste Schicht angefangen hat zu tauen. Und wenn man genau da drauf tritt, dann ... gewinnt man nicht im Lotto sondern sinkt ein. Teilweise knietief. Und wenn Barthel knietief einsinkt, dann steckt Nadine bis zur Hüfte im Schnee. So wandern wir bis zum Loch Brandy hoch und holen endlich das ältere Pärchen ein, das eine ganze Weile in nicht zu großem Abstand vor uns gelaufen ist.
Mittlerweile sind wir auf etwa 600 Höhenmetern. Das Loch ist noch mit Eis bedeckt. Links von uns befinden sich zwei Berge, die könnten wir hochlaufen. Da sie allerdings mit Schnee bedeckt sind und wir nicht die richtige Ausrüstung dabei haben und auch noch zu spät losgelaufen sind, laufen wir stattdessen querfeldein. Wir sinken trotzdem regelmäßig ein. Aber dafür sehen wir einen Schneehasen. Auf dem Rückweg gibt's dann, wen wunderts, natürlich Schafe zu sehen. Wieder unten im Tal angekommen, trinken wir im Glen Clova Hotel einen Tee. Das Hotel ist sehr nett und hat außerdem die coolste, urigste Bar, die wir bis jetzt in Schottland gesehen haben. Wir beschliessen auf jeden Fall nochmal zurück zu kommen und in der Kneipe ein "Bier" zu trinken.
Wieder auf der Strasse sehen wir erneut Fasane, die immer noch nicht schlauer geworden sind. Außerdem komische kleine Hühnertiere und Kaninchen. Die sitzen allerdings neben der Strasse. Wir fahren weiter nach Aberlemno um einen piktischen Skulpturenstein anzuschauen. Die Pikten waren von den Römern so bezeichnete Stämme in Schottland. Sie verschwanden etwa 840 n. Chr. Die Skulpturensteine sind Überbleibsel ihrer Kultur, mit Schriftzeichen und Ornamenten verziert. Als wir dort ankommen, sind wir zuerst etwas iriitiert, weil wir den Stein nicht sofort sehen können. Dann fällt Nadine ein, dass sie im lonely planet irgenwas von Schutz in den Wintermonaten gelesen hat. Wir lesen nochmal nach und tatsächlich sind ist der Stein von November bis März verdeckt. Der große braune Holzklotz, den wir sehen, verdeckt also den Stein. Na supaaa!
Fahren wir also nach Hause. Am Abend bekommen wir Besuch von Bronwyn, einer Couchsurferin aus den USA. Wir haben ein leckeres gemeinsames Abendessen im "The Rule". Außerdem wird ein Rugby Spiel gezeigt, da grade der Six Nations Cup stattfindet. Nadine findet, dass Rugby ein ganz schön brutaler Sport ist.
Am Sonntag verabschieden wir Bronwyn, faulpelzen und warten auf den Muskelkater. Der kommt aber nicht. Umso besser!
Mittwoch, 27. April 2011
Dienstag, 5. April 2011
The Big Fish
7.3. - 13.3.2011
Diese Woche ist eine wirklich ruhige Woche. Wir arbeiten. Und essen. Und schlafen. Zwischendurch auch mal duschen. Am Donnerstag sind wir bei Marion, einer Kollegin von Nadine, eingeladen. Wir machen Pizza. Und die ist wirklich verdammt lecker. Neben uns sind noch 4 weitere Geo-Leute da. Nachdem wir uns mit Pizza und Nachtisch vollgestopft haben, schauen wir uns eine DVD an. Der Film heißt "The Big Fish" und ist recht gut. Nach dem Film fahren wir die Geo-Leute noch nach Hause. Außer Marion natürlich, die is ja schon zu Hause. Freitag abend sind wir mit den Chemikern mal wieder Burger essen. Danach spielen wir noch eine Runde Dart. Am Wochenende machen wir nichts, außer Lernen und Korrigieren.
Laaaangweilig, wissen wir. Aber die nächste Woche wird bestimmt besser....
Diese Woche ist eine wirklich ruhige Woche. Wir arbeiten. Und essen. Und schlafen. Zwischendurch auch mal duschen. Am Donnerstag sind wir bei Marion, einer Kollegin von Nadine, eingeladen. Wir machen Pizza. Und die ist wirklich verdammt lecker. Neben uns sind noch 4 weitere Geo-Leute da. Nachdem wir uns mit Pizza und Nachtisch vollgestopft haben, schauen wir uns eine DVD an. Der Film heißt "The Big Fish" und ist recht gut. Nach dem Film fahren wir die Geo-Leute noch nach Hause. Außer Marion natürlich, die is ja schon zu Hause. Freitag abend sind wir mit den Chemikern mal wieder Burger essen. Danach spielen wir noch eine Runde Dart. Am Wochenende machen wir nichts, außer Lernen und Korrigieren.
Laaaangweilig, wissen wir. Aber die nächste Woche wird bestimmt besser....
Sonntag, 3. April 2011
The Isle of Skye
28.2. - 6.3.2011
Diese Woche machen wir wieder einen Ausflug. Aber der Reihe nach. Montag und Dienstag verlaufen ohne besondere Vorkommnisse. Am Mittwoch sind wir abends mit ein paar Chemikern in Dundee im Kino. Wir schauen "The King's Speach". Sehr guter Film! Am Donnerstag machen wir Großeinkauf und packen dann für den Besuch auf Skye.
Am Freitag morgen geht's um sechs Uhr los. Wir holen Lorenz ab, der uns begleitet (auch ein Chemiker aus Aachen). Lorenz wird zum Navigator erklärt. Allerdings stellt sich heraus, dass er leidenschaftlich gerne schläft. Also wird er Navigator-Krieger. Nadine bleibt Krieger, wird jedoch auch zum Smootje ernannt. Barthel fährt wie immer. Am Loch Oick machen wir eine erste Pause. Wir haben total gutes Wetter und wollen ein Foto vom Loch machen, weil es wirklich richtig idyllisch aussieht. Aber die Kamera sagt: mh nöööö. Die Batterie ist leer. Neeeeeein. Nach einer Tour durch kleine Örtchen ohne Geschäfte, aber wirklich schöner Landschaft, machen wir einen Stop in Kyle. Dort schlürfen wir Kaffee/Kakao und können auch endlich Batterien kaufen. Außerdem schauen wir uns noch einen Aussichtspunkt an. Dabei stellen wir fest, dass sich Nadine ganz hervorragend als Kompass eignet. Sie will grundsätzlich immer in die falsche Richtung laufen. Zwischen den Stops schlafen die beiden Krieger und verpassen laut Barthels Aussage eine wirklich tolle Landschaft.
Dann kommen wir in unerem Hostel an (Bayfield Backpackers). Es ist wirklich cool. Nach einem kleinen Snack machen wir uns auf den Weg zum "Old Man of Storr" um eine kleine Wanderung zu machen. Die Wanderung ist richtig gut, teilweise nur etwas steil und unbequem zu laufen. Nachdem die beiden Herren die ganze Zeit meinten, ne mach auf dem Rückweg ein Foto, ist die Lage auf diesem dann ganz schön aussichtslos (zuviel Nebel, höhö). Zurück im Hostel machen wir ein kleines Nickerchen und dann beginnt die Jagd nach dem Abendessen. Das ist allerings nur mäßig und im Pub, den wir nach dem Essen besuchen, schläft Nadine einfach ein.
Am nächsten Tag macht Barthel wieder englisches Frühstück. Lorenz findet es allerdings nur mäßig und Nadine mampft Kornflakes. Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Elgoy in die Cuillins um wieder zu Wandern. Wie wir später feststellen werden, verpassen wir unseren Parkplatz. Wir parken stattdessen am Ende der Strasse, dirket am Meer. Auf dem Weg dorthin kämpfen wir mit 25% Steigung und geraten in die schottische Rush Hour (= jede Menge Schafe, die mitten auf der Strasse stehen). Übrigens: wenn ein Schild "Achtung Schaf" kommt, dann steht meistens auch mindestens eins auf oder neben dieser. Wir suchen den Wanderweg und starten die Wanderung. Der Weg läuft entlang der Küste und ist ziemlich abenteuerlich. Teilweise ist es mehr ein Trampelpfad als ein Weg. Nach einer Weile sehen wir große weißliche Steine. Ah ne Moment, die bewegen sich. Sind ja auch Schafe, määäääääääh. Dann ereignet sich folgende Unterhaltung:
L: Iiiiiih, ist das matschig und überall liegt Schafskacka. (Lorenz trägt Turnschuhe)
B: Weicher Boden ist gut für die Gelenke.
L: Dann hat es ja doch was Gutes in Scheiße zu treten. (Lautes Gelächter)
Als wir dann nach einer Weile runter ans Meer kommen, zieht Lorenz seine Schuhe aus und versucht seine Füsse ins Wasser zu stecken. Die Steine erschweren ihm jedoch den Weg, da man auf ihnen nicht gut laufen kann. 5 km vor dem Meer kapituliert er dann. Während der gesamten Wanderung haben wir unglaublich gutes Wetter (nur Sonne, voll selten für diese Jahreszeit auf Skye). Endlich kommen wir zurück auf die Strasse. Kurze Erleichertung, jedoch liegt noch etwa eine Stunde Fussmarsch vor uns. Unterwegs: ach guck ma, hier wär der Parkplatz gewesen (ein ganz kleiner, direkt neben dem Friedhof). Am Auto angekommen trinken wir erstmal was warmes im kleinen Café, welches wir dort finden. Während der Rückfahrt beschliessen wir erst Abendessen zu jagen und dann zurück in Hostel zu gehen. Wir essen in einem Hotel und bekommen richtig gutes Essen. Barthel freut sich nen Kecks, tut er auch jetzt noch.
Die Jungs kaufen sich noch schnell ein paar Flaschen Ale und wir sind wieder im Hostel. Dort treffen wir eine Gruppe Jungs bestehend aus zwei Schotten, einem Spanier, einem Iren und einem Polen. Wir spielen "21" und derjenige, der den meisten Unsinn macht bzw. erzählt muss die Augenklappe tragen. In der Nacht wird Lorenz in Snorenz umbenannt, da er aufgrund seiner Erkältung unglaublich laut schnarcht. Wir müssen ihn etwa alle halbe Stunde wecken und können fast nicht schlafen.
Am nächsten Tag sind wir dementsprechend unausgeschlafen. Wir frühstücken zusammen mit der Gruppe vom Vorabend und machen uns dann auf zum Dunvegan Castle. Auf dem Weg dorthin machen wir jedoch einen kleinen Stop in einem Hotel und trinken Kaffee/Kakao. Das Castle ist geschlossen, plöööd. Also fahren wir weiter zu den Coral Beaches. Dunkle Steine, weißer Sand und unglaublich starker Wind. Wir klettern auf einen Hügel und werden beinahe weggepustet. Dann fahren wir weiter zum Neist Point Lighthouse (ein Leuchtturm). Hier gibt's noch mehr Wind, Möven und noch mehr Wind. Auf dem Rückweg wird Nadine zeitweise zum Fahrer befördert. Am Abend halten wir in Pitlochry um zu Abend zu essen. Es ist auch bei Dunkelheit ein wirklich schöner Ort, den wir auf jeden Fall bei Tageslicht nochmal einen Besuch abstatten werden.
Notiz:
Da das mit dem Scanner finden nicht so läuft wie gedacht, gibt's wahrscheinlich keine Fotos mehr hier. Wer welche sehen will, muss uns einfach besuchen kommen...
Diese Woche machen wir wieder einen Ausflug. Aber der Reihe nach. Montag und Dienstag verlaufen ohne besondere Vorkommnisse. Am Mittwoch sind wir abends mit ein paar Chemikern in Dundee im Kino. Wir schauen "The King's Speach". Sehr guter Film! Am Donnerstag machen wir Großeinkauf und packen dann für den Besuch auf Skye.
Am Freitag morgen geht's um sechs Uhr los. Wir holen Lorenz ab, der uns begleitet (auch ein Chemiker aus Aachen). Lorenz wird zum Navigator erklärt. Allerdings stellt sich heraus, dass er leidenschaftlich gerne schläft. Also wird er Navigator-Krieger. Nadine bleibt Krieger, wird jedoch auch zum Smootje ernannt. Barthel fährt wie immer. Am Loch Oick machen wir eine erste Pause. Wir haben total gutes Wetter und wollen ein Foto vom Loch machen, weil es wirklich richtig idyllisch aussieht. Aber die Kamera sagt: mh nöööö. Die Batterie ist leer. Neeeeeein. Nach einer Tour durch kleine Örtchen ohne Geschäfte, aber wirklich schöner Landschaft, machen wir einen Stop in Kyle. Dort schlürfen wir Kaffee/Kakao und können auch endlich Batterien kaufen. Außerdem schauen wir uns noch einen Aussichtspunkt an. Dabei stellen wir fest, dass sich Nadine ganz hervorragend als Kompass eignet. Sie will grundsätzlich immer in die falsche Richtung laufen. Zwischen den Stops schlafen die beiden Krieger und verpassen laut Barthels Aussage eine wirklich tolle Landschaft.
Dann kommen wir in unerem Hostel an (Bayfield Backpackers). Es ist wirklich cool. Nach einem kleinen Snack machen wir uns auf den Weg zum "Old Man of Storr" um eine kleine Wanderung zu machen. Die Wanderung ist richtig gut, teilweise nur etwas steil und unbequem zu laufen. Nachdem die beiden Herren die ganze Zeit meinten, ne mach auf dem Rückweg ein Foto, ist die Lage auf diesem dann ganz schön aussichtslos (zuviel Nebel, höhö). Zurück im Hostel machen wir ein kleines Nickerchen und dann beginnt die Jagd nach dem Abendessen. Das ist allerings nur mäßig und im Pub, den wir nach dem Essen besuchen, schläft Nadine einfach ein.
Am nächsten Tag macht Barthel wieder englisches Frühstück. Lorenz findet es allerdings nur mäßig und Nadine mampft Kornflakes. Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Elgoy in die Cuillins um wieder zu Wandern. Wie wir später feststellen werden, verpassen wir unseren Parkplatz. Wir parken stattdessen am Ende der Strasse, dirket am Meer. Auf dem Weg dorthin kämpfen wir mit 25% Steigung und geraten in die schottische Rush Hour (= jede Menge Schafe, die mitten auf der Strasse stehen). Übrigens: wenn ein Schild "Achtung Schaf" kommt, dann steht meistens auch mindestens eins auf oder neben dieser. Wir suchen den Wanderweg und starten die Wanderung. Der Weg läuft entlang der Küste und ist ziemlich abenteuerlich. Teilweise ist es mehr ein Trampelpfad als ein Weg. Nach einer Weile sehen wir große weißliche Steine. Ah ne Moment, die bewegen sich. Sind ja auch Schafe, määäääääääh. Dann ereignet sich folgende Unterhaltung:
L: Iiiiiih, ist das matschig und überall liegt Schafskacka. (Lorenz trägt Turnschuhe)
B: Weicher Boden ist gut für die Gelenke.
L: Dann hat es ja doch was Gutes in Scheiße zu treten. (Lautes Gelächter)
Als wir dann nach einer Weile runter ans Meer kommen, zieht Lorenz seine Schuhe aus und versucht seine Füsse ins Wasser zu stecken. Die Steine erschweren ihm jedoch den Weg, da man auf ihnen nicht gut laufen kann. 5 km vor dem Meer kapituliert er dann. Während der gesamten Wanderung haben wir unglaublich gutes Wetter (nur Sonne, voll selten für diese Jahreszeit auf Skye). Endlich kommen wir zurück auf die Strasse. Kurze Erleichertung, jedoch liegt noch etwa eine Stunde Fussmarsch vor uns. Unterwegs: ach guck ma, hier wär der Parkplatz gewesen (ein ganz kleiner, direkt neben dem Friedhof). Am Auto angekommen trinken wir erstmal was warmes im kleinen Café, welches wir dort finden. Während der Rückfahrt beschliessen wir erst Abendessen zu jagen und dann zurück in Hostel zu gehen. Wir essen in einem Hotel und bekommen richtig gutes Essen. Barthel freut sich nen Kecks, tut er auch jetzt noch.
Die Jungs kaufen sich noch schnell ein paar Flaschen Ale und wir sind wieder im Hostel. Dort treffen wir eine Gruppe Jungs bestehend aus zwei Schotten, einem Spanier, einem Iren und einem Polen. Wir spielen "21" und derjenige, der den meisten Unsinn macht bzw. erzählt muss die Augenklappe tragen. In der Nacht wird Lorenz in Snorenz umbenannt, da er aufgrund seiner Erkältung unglaublich laut schnarcht. Wir müssen ihn etwa alle halbe Stunde wecken und können fast nicht schlafen.
Am nächsten Tag sind wir dementsprechend unausgeschlafen. Wir frühstücken zusammen mit der Gruppe vom Vorabend und machen uns dann auf zum Dunvegan Castle. Auf dem Weg dorthin machen wir jedoch einen kleinen Stop in einem Hotel und trinken Kaffee/Kakao. Das Castle ist geschlossen, plöööd. Also fahren wir weiter zu den Coral Beaches. Dunkle Steine, weißer Sand und unglaublich starker Wind. Wir klettern auf einen Hügel und werden beinahe weggepustet. Dann fahren wir weiter zum Neist Point Lighthouse (ein Leuchtturm). Hier gibt's noch mehr Wind, Möven und noch mehr Wind. Auf dem Rückweg wird Nadine zeitweise zum Fahrer befördert. Am Abend halten wir in Pitlochry um zu Abend zu essen. Es ist auch bei Dunkelheit ein wirklich schöner Ort, den wir auf jeden Fall bei Tageslicht nochmal einen Besuch abstatten werden.
Notiz:
Da das mit dem Scanner finden nicht so läuft wie gedacht, gibt's wahrscheinlich keine Fotos mehr hier. Wer welche sehen will, muss uns einfach besuchen kommen...
Der Prinz kütt
21.2. - 27.2.2011
Die Woche verläuft unspektakulär. Zumindest die ersten vier Tage. Aber man merkt schon, dass Freitag ein großes Ereignis stattfindet. Gullideckel werden zugeschweist, Tore gestrichen, Blumen gepflanzt, Aufsteller positioniert und natürlich die Liste erstellt.
Am Montag sind wir mit den Geo Leuten essen, um Tammy zu verabschieden. Sie wird eine Weile nicht da sein um Proben für ihre Arbeit zu sammeln. Dienstag geht Barthel schwimmen, diesmal ohne Häufchen... Mittwoch ist Nadine mit ihren Geo Leuten im Café North Point um einen wahnsinnig guten Kakao zu schlürfen.
Und spätestens an diesem Tag merkt man, dass sie kommen. Im Schaufenster des North Point steht ein unübersehbarer Aufsteller. Hier haben sie sich getroffen, als alles anfing. Sagt man. Die Liste ist nu fertig. Es ist von Scharfschützen die Rede.
Am Donnerstag sind wir in einer Chemie Vorlesung. Thema: Sprengstoffe. Genau richtig vor dem großen Tag (hihi). Die Vorlesung ist allerdings wirklich gut und daher auch total überfüllt. Vorne in den ersten beiden Reihen ist die gefähliche Zone. Trotzdem wollen sich dauernd Leute dahin setzen. Es gibt viele Experimente, die alle mehr oder weniger gut funktionieren. Vielleicht eines nich so ganz, oder vielleicht auch zwei. Nach verlassen des Hörsaals hat man ein leichtes Pfiepsen im Ohr. Und frische Luft ist sowas wunderbares, ehrlich!
Und dann der große Tag, sie sind da. Die North Street ist total vollgepackt mit Leuten aller Altersstufen. Und Journalisten, jede Menge. Wir quetschen uns in die Menge, um sie vielleicht auch zu sehen. Scharfschützen sitzen auf dem Dach. Später wird Nadine erfahren, dass sogar das Geo Gebäude in der Nacht untersucht wurde. Es liegt genau neben dem Hauptgebäude und dem Garten, wo die Zeremonie später stattfinden wird. Man kann's auch übertreiben. Aber weiter im Text. In der Masse von Menschen treffen wir eine deutsche Studentin und unterhalten uns eine Weile mit ihr. Nach einer Stunde Warterei wird es und jedoch zu langweilig. Barthel geht arbeiten, Nadine versucht ins Geo Gebäude zu kommen.
Und da fängt der Spass an. Die Liste. Alle die drauf stehen dürfen in die umliegenden Gebäude des Hauptgebäudes. Da Nadine aber nicht richtig eingeschrieben ist, nicht angestellt ist und auch kein PostDoc ist, wird sie auf der Liste zuerst nicht gefunden. Nach einer Stunde (!) Diskussion mit den Polizisten und dem Security Mann (Ich will da aber rein, manno), darf sie endlich hinter die Absperrung. Sie setzt ihren Weg Richtung Geo Gebäude fort, wird jedoch nach wenigen Metern wieder gestopt. Es ereignet sich folgende Diskussion:
N: Ich möchte ins Geo Gebäude, ich arbeite da.
P: Wollen sie auf den Garten? Da dürfen sie nicht hin.
N: Nein, ich möchte ins Geo Gebäude. Ich arbeite da.
P: Sie dürfen nicht auf den Garten. Wissen sie das?
N: Ja ich weiß. Ich möchte nur ins Geo Gebäude, ich arbeite da.
P: Ja, weil auf den Garten dürfen sie ja auch nicht.
N: Will ich ja auch gar nicht.
So ging das etwa eine halbe Stunde. Das Ergebnis war die Begleitung dreier Polizisten, die Nadine bis zum Haupteingang gebracht haben um sicherzustellen, dass sie nicht doch noch in den Garten rennt. Soviel Wirbel nur für sie. Das Gras sieht auch irgendwie grüner aus. Im Geo Gebäude macht sich Nadine auf die Suche nach den anderen. Findet aber keinen. Als sie dann in den Mikroskopier Raum kommt, erschreckt sie sich erstmal. Da kleben sie alle an den Fenstern und versuchen was zu sehen. Nadine quetscht sich dazwischen und dann kommen sie tatsächlich.
Achso, ich sollte noch erwähnen wer. Na der Prinz und seine Verlobte. William und Kate sind da.
Die beiden laufen hintenrum am Geo Gebäude zum Garten hin, und wir sehen sie. Nadine macht ein erstes Foto.
Dann rennt sie eine Etage weiter runter in ein anderes Büro, zusammen mit zwei Kolleginnen. Jetzt sehen wir sie ganz nah. Eine Kollegin quieckt wie am Spieß und William und Kate drehen sich um und winken. Vor lauter Schreck lässt Nadine ihr Handy fallen. So gibt es nur ein Foto der Rückansicht der beiden. Auch ein schöner Rücken kann entzücken, nicht wahr?
Der Arbeitstag verläuft dann recht langweilig und am Abend sieht alles so aus wie vorher. Keine Absperrungen, keine Polizisten, keine Scharfschützen mehr. Alles weg. Am Abend treffen wir uns mit Fiona und Kevin (Fiona ist auch Geologin) in Dundee zum Essen. Wir gehen ins Byzantium, ein total gutes Restaurant. Das Essen war wirklich lecker!! Und der Abend total lustig. Am nächsten Tag fahren wir mit Tina (eine Chemikerin) nach Dundee zum shoppen, leider nur wenig erfolgreich.
Abends findet dann der ChemSoc Ball statt. Schicke Kleider, Essen (mäßig gut) und später Musik. Nach einem lahmen Start am Italiener Tisch wird's auch ganz lustig. Eine schottische Band mit zwei Tanzlehrern ist zu Gast. Die beiden zeigen traditionell schottische Tänze, die alle anderen später nachtanzen. Mit Drehungen und Drehungen und Drehungen. Anschließend tritt noch eine schottische Cover Band auf. Ohne Dudelsack, aber mit Kilt. Nadine tanzt in Strumpfhose mit blauen Ringelsocken.
Am Sonntag machen wir einen Morgenspaziergang. Der Rest des Tages verläuft sehr gemütlich. Barthel geht nachmittags golfen.
Die Woche verläuft unspektakulär. Zumindest die ersten vier Tage. Aber man merkt schon, dass Freitag ein großes Ereignis stattfindet. Gullideckel werden zugeschweist, Tore gestrichen, Blumen gepflanzt, Aufsteller positioniert und natürlich die Liste erstellt.
Am Montag sind wir mit den Geo Leuten essen, um Tammy zu verabschieden. Sie wird eine Weile nicht da sein um Proben für ihre Arbeit zu sammeln. Dienstag geht Barthel schwimmen, diesmal ohne Häufchen... Mittwoch ist Nadine mit ihren Geo Leuten im Café North Point um einen wahnsinnig guten Kakao zu schlürfen.
Und spätestens an diesem Tag merkt man, dass sie kommen. Im Schaufenster des North Point steht ein unübersehbarer Aufsteller. Hier haben sie sich getroffen, als alles anfing. Sagt man. Die Liste ist nu fertig. Es ist von Scharfschützen die Rede.
Am Donnerstag sind wir in einer Chemie Vorlesung. Thema: Sprengstoffe. Genau richtig vor dem großen Tag (hihi). Die Vorlesung ist allerdings wirklich gut und daher auch total überfüllt. Vorne in den ersten beiden Reihen ist die gefähliche Zone. Trotzdem wollen sich dauernd Leute dahin setzen. Es gibt viele Experimente, die alle mehr oder weniger gut funktionieren. Vielleicht eines nich so ganz, oder vielleicht auch zwei. Nach verlassen des Hörsaals hat man ein leichtes Pfiepsen im Ohr. Und frische Luft ist sowas wunderbares, ehrlich!
Und dann der große Tag, sie sind da. Die North Street ist total vollgepackt mit Leuten aller Altersstufen. Und Journalisten, jede Menge. Wir quetschen uns in die Menge, um sie vielleicht auch zu sehen. Scharfschützen sitzen auf dem Dach. Später wird Nadine erfahren, dass sogar das Geo Gebäude in der Nacht untersucht wurde. Es liegt genau neben dem Hauptgebäude und dem Garten, wo die Zeremonie später stattfinden wird. Man kann's auch übertreiben. Aber weiter im Text. In der Masse von Menschen treffen wir eine deutsche Studentin und unterhalten uns eine Weile mit ihr. Nach einer Stunde Warterei wird es und jedoch zu langweilig. Barthel geht arbeiten, Nadine versucht ins Geo Gebäude zu kommen.
Und da fängt der Spass an. Die Liste. Alle die drauf stehen dürfen in die umliegenden Gebäude des Hauptgebäudes. Da Nadine aber nicht richtig eingeschrieben ist, nicht angestellt ist und auch kein PostDoc ist, wird sie auf der Liste zuerst nicht gefunden. Nach einer Stunde (!) Diskussion mit den Polizisten und dem Security Mann (Ich will da aber rein, manno), darf sie endlich hinter die Absperrung. Sie setzt ihren Weg Richtung Geo Gebäude fort, wird jedoch nach wenigen Metern wieder gestopt. Es ereignet sich folgende Diskussion:
N: Ich möchte ins Geo Gebäude, ich arbeite da.
P: Wollen sie auf den Garten? Da dürfen sie nicht hin.
N: Nein, ich möchte ins Geo Gebäude. Ich arbeite da.
P: Sie dürfen nicht auf den Garten. Wissen sie das?
N: Ja ich weiß. Ich möchte nur ins Geo Gebäude, ich arbeite da.
P: Ja, weil auf den Garten dürfen sie ja auch nicht.
N: Will ich ja auch gar nicht.
So ging das etwa eine halbe Stunde. Das Ergebnis war die Begleitung dreier Polizisten, die Nadine bis zum Haupteingang gebracht haben um sicherzustellen, dass sie nicht doch noch in den Garten rennt. Soviel Wirbel nur für sie. Das Gras sieht auch irgendwie grüner aus. Im Geo Gebäude macht sich Nadine auf die Suche nach den anderen. Findet aber keinen. Als sie dann in den Mikroskopier Raum kommt, erschreckt sie sich erstmal. Da kleben sie alle an den Fenstern und versuchen was zu sehen. Nadine quetscht sich dazwischen und dann kommen sie tatsächlich.
Achso, ich sollte noch erwähnen wer. Na der Prinz und seine Verlobte. William und Kate sind da.
Die beiden laufen hintenrum am Geo Gebäude zum Garten hin, und wir sehen sie. Nadine macht ein erstes Foto.
Dann rennt sie eine Etage weiter runter in ein anderes Büro, zusammen mit zwei Kolleginnen. Jetzt sehen wir sie ganz nah. Eine Kollegin quieckt wie am Spieß und William und Kate drehen sich um und winken. Vor lauter Schreck lässt Nadine ihr Handy fallen. So gibt es nur ein Foto der Rückansicht der beiden. Auch ein schöner Rücken kann entzücken, nicht wahr?
Der Arbeitstag verläuft dann recht langweilig und am Abend sieht alles so aus wie vorher. Keine Absperrungen, keine Polizisten, keine Scharfschützen mehr. Alles weg. Am Abend treffen wir uns mit Fiona und Kevin (Fiona ist auch Geologin) in Dundee zum Essen. Wir gehen ins Byzantium, ein total gutes Restaurant. Das Essen war wirklich lecker!! Und der Abend total lustig. Am nächsten Tag fahren wir mit Tina (eine Chemikerin) nach Dundee zum shoppen, leider nur wenig erfolgreich.
Abends findet dann der ChemSoc Ball statt. Schicke Kleider, Essen (mäßig gut) und später Musik. Nach einem lahmen Start am Italiener Tisch wird's auch ganz lustig. Eine schottische Band mit zwei Tanzlehrern ist zu Gast. Die beiden zeigen traditionell schottische Tänze, die alle anderen später nachtanzen. Mit Drehungen und Drehungen und Drehungen. Anschließend tritt noch eine schottische Cover Band auf. Ohne Dudelsack, aber mit Kilt. Nadine tanzt in Strumpfhose mit blauen Ringelsocken.
Am Sonntag machen wir einen Morgenspaziergang. Der Rest des Tages verläuft sehr gemütlich. Barthel geht nachmittags golfen.
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