Samstag, 8. Januar 2011

Kohle, Dreck und Kaiserwetter

30.12.2010

Nach einem hervorragendem englischen Frühstück (Speck, baked beans, Toast, Ei, Tomate, Würstchen) machen wir uns auf den Weg zum National Coal Mining Museum in Wakefield. Vorher müssen wir uns aber noch um unser Auto kümmern. Der Heckscheibenwischer hängt total lasch runter. Da hatte sich wohl eine Mutter gelöst. Fest geschraubt und er steht wieder wie ne eins.

Das Museum ist riesig. Neben einer kleinen Ausstellung über die Geschichte besteht auch die Möglichkeit eine Führung unter Tage zu machen. Diese Gelegenheit lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Unser Führer ist ein ehemaliger Kumpel, der bis zur Schliessung der Grube dort gearbeitet hat. Er erzählt uns viele Geschichten, vom Beginn des Abbaus bis zum Ende. Teilweise ganz schön beängstigend was getan werden musste um an die Kohle ran zu kommen. Die Führung dauert anderthalb Stunden. Den Rest des Tages verbringen wir damit uns das Gelände und die verschiedenen Ausstellungen anzusehen. Besonders interessant sind die Maschinen.

große Untertage-Kettensäge
big chainsaw

Förderkorb
conveyor cage

Stollenschneidgerät-o-Matendings
gallery cutter

Bohrer zur Vorbereitung von Sprengarbeiten
drill, BIG drill



Schremmwalze oder so

Und die Pit Ponies dürfen natürlich auch nicht fehlen. Diese wurden auch für die Arbeit unter Tage eingesetzt, die 4 im Stall allerdings nicht mehr. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, so wie es in England sein sollte. Wir schätzen die Sichtweite beträgt höchstens 10m.

Kaiserwetter
the very beautiful weather

Nach dem Museumsbesuch haben wir natürlich HUNGAAA. Für heute haben wir uns das British Oak ausgesucht. Ein hübscher kleiner Pub. Allerdings etwas kamerafreudig. Neben unserem Tisch hängt ein Fernseher, auf dem die Bilder der Überwachungskameras zu sehen sind. Das Essen ist ganz okay. Auf dem Mädelsklo entdecken Marion und Nadine einen Automaten, aus dem man die nützlichsten Sachen für den Abend ziehen kann (Tampons, Kaugummis, Kondome und Tabletten bestehend aus einer Mischung aus Koffein, Paracetamol und Aspirin). Die Überwachungskameras filmen sogar den äußeren Raucherbereich, sodass wir Woody beobachten könnnen. Draussen stehen auch zwei Kaugummi-Automaten. Wir ergattern einen Ring und einen aufblasbaren Dreizack. Yeah! Der Hundezwinger steht offen, wir können jedoch keinen Hund entdecken. Ob wir uns Sorgen machen müssen?

Als nächstes versuchen wir irgendwo Internet zu bekommen. Wir wollen Silvester in Edinburgh verbringen und suchen über Couchsurfing eine Übernachtungsmöglichkeit. Nach einer Weile erinnnern wir uns daran, dass es im Black Bull Wlan gab. Also fahren wir dorthin. Wie auch am Tag zuvor sind uns die Einbahnstrassen völlig egal. Einbahnstrassen sind was für Weicheier. Während Barthel die Bettsache abklärt, spielt jemand anderes mit einer Mandarine, den Scheibenwischern und seiner Kamera. Das Ergebnis:


Kunst mit dem Volvo, einer Mandarine und laufenden Scheibenwischern
art with our Volvo, one tangerine and running wipers

Da die weiblichen Mitreisenden total im Eimer sind und die eine Hälfte auch noch droht krank zu werden, gehen wir früh ins Bett.

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