28.2. - 6.3.2011
Diese Woche machen wir wieder einen Ausflug. Aber der Reihe nach. Montag und Dienstag verlaufen ohne besondere Vorkommnisse. Am Mittwoch sind wir abends mit ein paar Chemikern in Dundee im Kino. Wir schauen "The King's Speach". Sehr guter Film! Am Donnerstag machen wir Großeinkauf und packen dann für den Besuch auf Skye.
Am Freitag morgen geht's um sechs Uhr los. Wir holen Lorenz ab, der uns begleitet (auch ein Chemiker aus Aachen). Lorenz wird zum Navigator erklärt. Allerdings stellt sich heraus, dass er leidenschaftlich gerne schläft. Also wird er Navigator-Krieger. Nadine bleibt Krieger, wird jedoch auch zum Smootje ernannt. Barthel fährt wie immer. Am Loch Oick machen wir eine erste Pause. Wir haben total gutes Wetter und wollen ein Foto vom Loch machen, weil es wirklich richtig idyllisch aussieht. Aber die Kamera sagt: mh nöööö. Die Batterie ist leer. Neeeeeein. Nach einer Tour durch kleine Örtchen ohne Geschäfte, aber wirklich schöner Landschaft, machen wir einen Stop in Kyle. Dort schlürfen wir Kaffee/Kakao und können auch endlich Batterien kaufen. Außerdem schauen wir uns noch einen Aussichtspunkt an. Dabei stellen wir fest, dass sich Nadine ganz hervorragend als Kompass eignet. Sie will grundsätzlich immer in die falsche Richtung laufen. Zwischen den Stops schlafen die beiden Krieger und verpassen laut Barthels Aussage eine wirklich tolle Landschaft.
Dann kommen wir in unerem Hostel an (Bayfield Backpackers). Es ist wirklich cool. Nach einem kleinen Snack machen wir uns auf den Weg zum "Old Man of Storr" um eine kleine Wanderung zu machen. Die Wanderung ist richtig gut, teilweise nur etwas steil und unbequem zu laufen. Nachdem die beiden Herren die ganze Zeit meinten, ne mach auf dem Rückweg ein Foto, ist die Lage auf diesem dann ganz schön aussichtslos (zuviel Nebel, höhö). Zurück im Hostel machen wir ein kleines Nickerchen und dann beginnt die Jagd nach dem Abendessen. Das ist allerings nur mäßig und im Pub, den wir nach dem Essen besuchen, schläft Nadine einfach ein.
Am nächsten Tag macht Barthel wieder englisches Frühstück. Lorenz findet es allerdings nur mäßig und Nadine mampft Kornflakes. Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Elgoy in die Cuillins um wieder zu Wandern. Wie wir später feststellen werden, verpassen wir unseren Parkplatz. Wir parken stattdessen am Ende der Strasse, dirket am Meer. Auf dem Weg dorthin kämpfen wir mit 25% Steigung und geraten in die schottische Rush Hour (= jede Menge Schafe, die mitten auf der Strasse stehen). Übrigens: wenn ein Schild "Achtung Schaf" kommt, dann steht meistens auch mindestens eins auf oder neben dieser. Wir suchen den Wanderweg und starten die Wanderung. Der Weg läuft entlang der Küste und ist ziemlich abenteuerlich. Teilweise ist es mehr ein Trampelpfad als ein Weg. Nach einer Weile sehen wir große weißliche Steine. Ah ne Moment, die bewegen sich. Sind ja auch Schafe, määäääääääh. Dann ereignet sich folgende Unterhaltung:
L: Iiiiiih, ist das matschig und überall liegt Schafskacka. (Lorenz trägt Turnschuhe)
B: Weicher Boden ist gut für die Gelenke.
L: Dann hat es ja doch was Gutes in Scheiße zu treten. (Lautes Gelächter)
Als wir dann nach einer Weile runter ans Meer kommen, zieht Lorenz seine Schuhe aus und versucht seine Füsse ins Wasser zu stecken. Die Steine erschweren ihm jedoch den Weg, da man auf ihnen nicht gut laufen kann. 5 km vor dem Meer kapituliert er dann. Während der gesamten Wanderung haben wir unglaublich gutes Wetter (nur Sonne, voll selten für diese Jahreszeit auf Skye). Endlich kommen wir zurück auf die Strasse. Kurze Erleichertung, jedoch liegt noch etwa eine Stunde Fussmarsch vor uns. Unterwegs: ach guck ma, hier wär der Parkplatz gewesen (ein ganz kleiner, direkt neben dem Friedhof). Am Auto angekommen trinken wir erstmal was warmes im kleinen Café, welches wir dort finden. Während der Rückfahrt beschliessen wir erst Abendessen zu jagen und dann zurück in Hostel zu gehen. Wir essen in einem Hotel und bekommen richtig gutes Essen. Barthel freut sich nen Kecks, tut er auch jetzt noch.
Die Jungs kaufen sich noch schnell ein paar Flaschen Ale und wir sind wieder im Hostel. Dort treffen wir eine Gruppe Jungs bestehend aus zwei Schotten, einem Spanier, einem Iren und einem Polen. Wir spielen "21" und derjenige, der den meisten Unsinn macht bzw. erzählt muss die Augenklappe tragen. In der Nacht wird Lorenz in Snorenz umbenannt, da er aufgrund seiner Erkältung unglaublich laut schnarcht. Wir müssen ihn etwa alle halbe Stunde wecken und können fast nicht schlafen.
Am nächsten Tag sind wir dementsprechend unausgeschlafen. Wir frühstücken zusammen mit der Gruppe vom Vorabend und machen uns dann auf zum Dunvegan Castle. Auf dem Weg dorthin machen wir jedoch einen kleinen Stop in einem Hotel und trinken Kaffee/Kakao. Das Castle ist geschlossen, plöööd. Also fahren wir weiter zu den Coral Beaches. Dunkle Steine, weißer Sand und unglaublich starker Wind. Wir klettern auf einen Hügel und werden beinahe weggepustet. Dann fahren wir weiter zum Neist Point Lighthouse (ein Leuchtturm). Hier gibt's noch mehr Wind, Möven und noch mehr Wind. Auf dem Rückweg wird Nadine zeitweise zum Fahrer befördert. Am Abend halten wir in Pitlochry um zu Abend zu essen. Es ist auch bei Dunkelheit ein wirklich schöner Ort, den wir auf jeden Fall bei Tageslicht nochmal einen Besuch abstatten werden.
Notiz:
Da das mit dem Scanner finden nicht so läuft wie gedacht, gibt's wahrscheinlich keine Fotos mehr hier. Wer welche sehen will, muss uns einfach besuchen kommen...
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