2. Weihnachtstag 2010, 6 Uhr in der Früh, Abfahrt am Terrordahl'schen Hof Richtung Aachen. Im Gepäck haben wir unseren italienischen Couchsurfer aus London. Der arme Kerl war an Weihnachten in Maastricht gestrandet. Schneehöhe bei der Abfahrt: etwa 30cm. Um 6.45 Uhr Ankunft in Aachen vor dem Sinn Leffers und damit quasi vor Marwyns Haustür. Couchsurfer abgeladen und die Wohnung gestürmt. Marwyn (=Marion+Ellwyn) sind fast fertig, aber wir sind ja auch zu früh da. Die beiden samt ihrem Gepäck ins Auto geladen und los gefahren.
In Calai wollen wir den Autozug nehmen. Auf der Fahrt dorthin nimmt die Schneemenge kontinuierlich ab. Kurze Orientierungsphase, dann den Eincheckschalter gefunden. Barthel muss sich mit seiner Kreditkarte ausweisen. Der Automat will seine Karte aber nicht wieder hergeben. Mh, Mist. Roten Knopf gedrückt um mit Mensch in der Zentrale zu kommunizieren. Barthel: "Hello? Yes. It says Merry Christmas, but it still has my card." (Hallo? Ja. Es wünscht frohe Weihnachten, aber es hat immer noch meine Karte). Schallendes Gelächter der restlichen drei Mitreisenden. Die Karte wird zum Glück wieder ausgespuckt. Weiterfahrt auf den großen Parkplatz, ist alles etwas unübersichtlich hier. Den Zug um 11.50 Uhr können wir aber noch bekommen. Und natürlich haben wir ein Auto mit Heinsberger Kennzeichen vor uns. Die sind auch wirklich überall ;) Passkontrolle verläuft eher unspektakulär. Bei dem Versuch die richtige Spur zu finden haben wir uns aus Versehen auf die Busspur eingeordnet. Mh, naja bei genauerer Betrachtung kann man unseren vollgepackten Panzer ja auch als kleinen Bus ansehen. Wir fahren an den anderen vorbei bis nach vorne. Immerhin waren wir nicht die einzigen, die die richtige Spur nicht gefunden haben. Jetzt die große Frage, kommen wir vor oder nach den anderen in den Zug? Und die Antwort: vor den anderen. Jetzt stehen wir an der Ampel und warten darauf in den Zug gelassen zu werden (sogar in den 11:20 Zug!). Dabei führen wir eine angeregte Diskussion: werden wir jetzt als Idioten abgestempelt, war das jetzt gut oder schlecht? Wir können uns nicht einigen und singen ein Lied. Dum-di-dum Idioten Waggon, Idioten Waggon, Idioten Waggon. Dann endlich können wir in den Zug, die Fahrt geht sehr schnell. Dauert nur 30 Minuten. Hell, duuuuuuunkel, hell.
Nun sind wir also in England. Nächster Halt: London. Allerdings hat der erste Navigator (Nadine) noch nicht so ausgeprägte Navi-Fähigkeiten und zudem noch doofes Kartenmaterial. In London angekommen, verfahren wir uns erstmal ordentlich. Eine Stunde lang kurven wir durch die Stadt. Dann übernimmt Woody die Navigation und so langsam aber sicher kommen wir in die richtige Richtung. Jetzt am hässlichen Gebäude links und wir sind fast an Felix Wohnung. Die Tür geht nicht so einfach auf (hier hätten wir schon hellhörig werden müssen). Sachen nach oben gebracht und dann los um London zu erkunden.
Leckeres indisches Essen zu uns genommen, auch wenn wir eigentlich Fish ´n` Chips haben wollten. Nach dem Essen weitergestreunt und einen Pub gefunden. Das erste Mal englisches Bier getrunken, nennt sich Ale, hat keine Kohlensäure und wird auch nicht wirklich kalt serviert. Zurück zu Felix Wohnung gedackelt. Und dann, tödööööö, ausgesperrt. Barthel hatte die Tür wohl etwas zu feste zugezogen und das Schloss hat sich verriegelt. Wir kommen nicht rein, alle Versuche scheitern. Es ist halb eins morgens und kalt. Also ins Auto und Richtung Jugendherberge. Auf dem Weg dahin fährt Nadine (die dummerweise nüchtern geblieben ist) falsch rum in die Einbahnstraße rein. Wilde Lichthupe von einem Müllauto blinkt uns entgegen. Waaaaaah!! Auf der linken Seite fahren ist echt mal bescheuert. Wir haben aber eine schöne Jugenherberge gefunden, das clink (= Gefängnis). Die Jugenherberge ist wirklich ein altes Gefängnis welches umgebaut wurde. In unserem Zimmer ist die Lampe kaputt. Macht aber nix. Gute Nacht!
| Barthel |
| das clink von innen... the clink from the inside... |
| ...und von aussen ...and from the outside |
Ist ja langweilig, ich dachte ihr hättet wirklich im Knast übernachtet.
AntwortenLöschenWir machen es ja schon spannend hier, aber soo spannend nun auch nicht
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